Nicht ohne Grund wurde der heutige Europatag ausgewählt, um die jungen Reisenden über ihren Gewinn des Zugtickets zu informieren. Der 9. Mai markiert den Jahrestag der Schuman-Erklärung, in der Robert Schuman erstmalig die Idee einer neuen Form der politischen Zusammenarbeit in Europa teilt. Seitdem gilt das Datum als Geburtsstunde der Europäischen Union und wird jedes Jahr als „Europatag“ gefeiert. Dass diese Idee des Zusammenschlusses von Staaten - vorwiegend zur Sicherung des Friedens untereinander, aber auch um den Handel miteinander zu erleichtern und als Einheit auf dem politischen Weltgeschehen zu agieren - keine Selbstverständlichkeit darstelle, zeige sich fast täglich auf dem Politterrain. Und manchmal scheine in den Diskussionen in Vergessenheit zu geraten, was Europa den Menschen gebracht habe, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kabinett Weykmans.
Auf der Europareise der 100 ostbelgischen Jugendlichen sollen sie genau das erfahren können, aber vor allem auch sich selbst, wie Ministerin Weykmans ihre Idee zur Ostbelgienrail-Initiative erklärt: „Sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen, geschieht nur durch ihr Erleben. Das gilt für Dorfstrukturen in Ostbelgien genauso wie für die große europäische Idee!“, erläutert die Jugendministerin. „Mit der Vergabe der Interrail-Tickets habe ich das Ziel verfolgt, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, das zu erleben, was in der Pandemie lange nicht möglich war: erste Erfahrungen sammeln und den Schritt aus der eigenen Komfortzone wagen. Eine Reise fördert die Selbstständigkeit und Offenheit und bringt uns dazu, flexibel zu agieren. Eigenschaften, die junge Menschen für das Leben rüsten.
Das Reisen durch Europa könnte dabei kein besserer Start sein: Ohne Zollkontrollen, oftmals ohne Währungswechsel oder Roaminggebühren, ohne Visa von Land zu Land reisen. Dabei lernen die Ostbelgier unterschiedliche Lebensweisen kennen und treten in den Dialog mit anderen Kulturen, was ihre europäische Identität zusätzlich stärken wird.“
Unvorbereitet werden die Jugendlichen aber nicht in ihr persönliches Abenteuer geschickt. Sie haben die Möglichkeit, sich für einen der beiden Workshops der Jugendinfo zur Reisevorbereitung anzumelden, die am 3. Juni in St.Vith oder am 24. Juni in Eupen stattfinden. Dort wird die Planung der Fahrten und Aufenthalte, aber auch Themen wie Versicherung, Sicherheit, Budget und vieles Weitere besprochen. Mit der Teilnahme am Workshop erhalten die jungen Menschen außerdem einen Reisekostenzuschuss in Höhe von 100 Euro, welchen sie für Übernachtungen, Verpflegung oder kulturelle Ausflüge nutzen können.
Die Gewinner müssen jetzt nur noch ihre persönlichen Daten vor der Zugticketausgabe per E-Mail bestätigen. Erfolgt die Bestätigung nicht fristgerecht, hat ein anderer Jugendlicher die Chance auf ein Zugticket, welches dann neu ausgelost wird. Von den insgesamt 200 Anmeldungen waren 160 Einzelanmeldungen. Die meisten Gruppenanmeldungen, nämlich 85 Prozent, bestehen aus zwei Personen, die gemeinsam die Fahrt antreten möchten. Endgültig werden die Tickets für alle Gewinner am 1. Juni ausgestellt und beinhalten vier Reisetage, die für 11 Monate gültig sind. (red/kupo)

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