Nach der Begrüßung durch Gemeinderatsmitglied Roger Britz habe SP-Präsidentin Linda Zwartbol in ihrer Rede zunächst daran erinnert, „dass der Kampf der Arbeiter noch lange nicht zu Ende“ sei. „Es gibt so vieles, wofür es sich zu kämpfen lohnt! Es braucht mehr Lebensqualität im Arbeitsverhältnis. Neue und angepasste Arbeitszeitmodelle, maßgeschneidert auf die unterschiedlichen Gegebenheiten der verschiedenen Berufssparten und der jeweiligen Personen”, wird Zwartbol in einem Kommuniqué zitiert.
In der Berufswelt sei auch heute längst nicht alles rosig! So habe die Präsidentin einerseits daran erinnert, dass immer mehr Menschen Opfer von Burnout sind, andererseits, dass es jungen Menschen, trotz Vollzeitbeschäftigung kaum noch möglich sei, sich ein Eigenheim leisten zu können.
Trotz der Errungenschaften der Vergangenheit bleibe also noch viel zu tun. Deswegen würden sich Sozialdemokraten und Sozialisten in Ostbelgien nicht nur für eine Verbesserung der Lebensqualität einsetzen, sondern auch weiterhin für eine gerechtere Arbeitswelt. „Denn es muss sich lohnen, arbeiten zu gehen“, schlussfolgerte die Präsidentin.
SP-Minister Antonios Antoniadis skizzierte anschließend die anstehenden Herausforderungen, die noch gemeistert werden müssen.
In seinen eigenen Zuständigkeiten wolle er alles daransetzen, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Er kündigte an, dass das neue Energieprämiensystem weiterentwickelt werde, um den aktuellen Herausforderungen der Eigentümer und Mieter Rechnung zu tragen. Unter anderem sollten auch die Arbeitsbedingungen verbessert und das Gehalt der Krankenpfleger und der anderen diplomierten Gesundheitsberufe in den Wohn- und Pflegezentren erhöht werden. „Für die Krankenhäuser, wo die DG nicht zuständig ist, muss der Föderalstaat nachbessern. Die Betreuung von Familienangehörigen gleich welcher Art, muss in den Augen des Ministers vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ausgebaut werden“, heißt es weiter.
Wer mit Ankündigungen für die Wahlen rechnete, wurde enttäuscht. Für die Sozialdemokraten und Sozialisten Ostbelgiens stehe fest: „Es gibt noch viel zu tun und es ist noch zu früh für Wahlkampf! Die Menschen wollen von uns hören, welche Antworten die Politik auf ihre Problemen hat und nicht, wer wohl der nächste Ministerpräsident wird“, so Antoniadis abschließend. (red/svm)

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