RZKB kommt nicht zur Ruhe: Jetzt reagiert Ex-Direktorin Katja Crutzen

<p>Das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung kommt nicht zur Ruhe: Jetzt reagierte die ehemalige Direktorin mit heftigen Vorwürfen.</p>
Das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung kommt nicht zur Ruhe: Jetzt reagierte die ehemalige Direktorin mit heftigen Vorwürfen. | Illustration: picture alliance/dpa

Sie erläutert ihre Sicht der Dinge in einer Stellungnahme: „Das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung hatte mich ab dem 1.10.2022 als Direktorin des Zentrums eingestellt. Am 17.3.2023 wurde ich mit sofortiger Wirkung und Auszahlung einer fünfwöchigen Kündigungsfrist entlassen. Nachdem der Arbeitgeber die Kündigung anfangs nicht öffentlich begründet hatte, entnehme ich der nunmehr veröffentlichten Stellungnahme meines ehemaligen Arbeitgebers, dass der Verwaltungsrat des Zentrums betont, dass er Personal nicht willkürlich entlasse; ich laut dem Verwaltungsrat ‚das Vertrauen des Verwaltungsrates nachhaltig zerstört‘ habe; es „wiederholte Mängel in der Personalführung“ gegeben habe. Hierzu kann ich nur feststellen, dass in den Versammlungen mit dem Verwaltungsrat in meiner Anwesenheit derartige Anmerkungen oder gar Vorwürfe NIE angesprochen noch protokolliert worden sind.“

Vor diesem Hintergrund stelle sie sich schon die Frage, „wieso mein ehemaliger Arbeitgeber es nunmehr für ‚nötig‘ befindet, mich einseitig und ohne dass ich dazu den geringsten Anlass gegeben hätte, derzeit mit unwahren Behauptungen“ zu verleumden. Sie nannte einige „Hintergrundinformationen“ zu ihrer Entlassung: „Eine neue Direktion bringt per se Veränderungen in die Personalführung mit sich.“

„Diese auf Augenhöhe mit allen Mitarbeitern zu führen, war ein Anliegen, das ich durch zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern, Teilnahme an internen Versammlungen und Kennenlernen der Betreuer an ihren Betreuungsorten angegangen bin, neben den alltäglichen Aufgaben der Geschäftsführung und die Umsetzung der Umwandlung in eine Einrichtung öffentlichen Interesses in enger Zusammenarbeit mit internen sowie externen Mitarbeitern.“

Außerdem führt Katja Crutzen aus: „Die Verunsicherung des Personals durch den vielfältigen Personalwechsel im vergangenen Jahr und eine Managementebene, die sich mit einer Vorgehensweise als einheitlicher Dienst erst einmal anfreunden musste, sind Umstände, auf die ich bei Amtseintritt eingestellt war“, sagt die ehemalige Direktorin.

„Auch wenn ein zweitägiges Assessment meine Führungskompetenzen als Bestabschneidende letztes Jahr bestätigt hat, so braucht es dennoch eine gemeinsame Vision, Vertrauen und transparentes Vorgehen zwischen Direktion und Verwaltungsrat, um eine konstruktive Dynamik im Prozess, in dem der Dienst sich befindet, abzusichern und den Auftrag der Direktion zu stärken. Stattdessen bestand der Wunsch des Präsidenten (Patrick Meyer, A.d.R.) darin, meinen Vorgänger beizubehalten und, wie nun bekannt wurde, wieder ins Direktionsteam zurückzubefördern.“ Zudem betont sie: „Die Vorgehensweise der Kündigung per Telefonat morgens an meinem freien Tag und am Nachmittag dann als Bestätigung in der Presse, mit sofortiger Sperrung von Handy und Outlook, all dies, ohne vom Verwaltungsrat eine Erklärung zu erhalten oder angehört zu werden, ist mehr als befremdend.“

Telefonische Kündigung an einem freien Tag

und als Bestätigung

in der Presse

„Dennoch habe ich Anteilnahme und Dankesworte, über meine privaten Kontaktdaten sowie schriftlich per Post von Mitarbeitern, auch auf Managementebene, erhalten. Vor diesem Hintergrund stelle ich mir die Frage, wieso mein ehemaliger Arbeitgeber nunmehr derart ‚nachkartet’ und versucht, mir den schwarzen Peter zuzuschieben.“

Mit der letzten Veröffentlichung sei ihr allerdings „neben dem Verlust meiner Arbeitsstelle zudem nachhaltig meine beruflichen Chancen in Ostbelgien genommen“ worden, schreibt sie in der Mitteilung, fügt aber noch hinzu: „Bleibt den Mitarbeitern des RZKB sowie den Familien der DG zu wünschen, dass der Verwaltungsrat diesen Dienst zukünftig mit mehr Einfühlungsvermögen, Vertrauen und Transparenz leiten wird“, so Katja Crutzen. (red/sc)

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