„Sprache zeigt Respekt“ – RDJ lanciert Sensibilisierungskampagne

<p>„So ist schwul sein eine sexuelle Orientierung – und kein Mensch sollte aufgrund seiner sexuellen Orientierung ausgegrenzt werden“, betont der RDJ.</p>
„So ist schwul sein eine sexuelle Orientierung – und kein Mensch sollte aufgrund seiner sexuellen Orientierung ausgegrenzt werden“, betont der RDJ. | Illustrationsfoto: dpa

„‚Du Pussy‘, ‚Voll schwul!‘, ‚Bist du behindert?‘“ – Das sind Aussagen, die Jugendliche in ihrem täglichen Sprachgebrauch nutzen. Davon kann sich höchstwahrscheinlich auch niemand von freisprechen. Aber: Alle diese Aussagen sind diskriminierend“, betont der Rat der deutschsprachigen Jugend in einem Kommuniqué.

Wider die Diskriminierung durch Verwendung gewisser Begriffe

Vor diesem Hintergrund hat der RDJ in Zusammenarbeit mit der Jugendinfo eine neue Kampagne lanciert, die sich mit dem Thema der sprachlichen Diskriminierung auseinandersetzt. „Sprache zeigt Respekt“ heißt die neue Kampagne der Arbeitsgruppe Politische Bildung des RDJ und soll in Form von Social-Media Beiträgen und Plakaten darauf aufmerksam machen, dass verschiedene Äußerungen eine bestimmte Gruppe von Menschen faktisch diskriminiert. Der RDJ und die Jugendinfo weisen aber auch darauf hin, woher diese Begriffe eigentlich kommen und was sie damit ursprünglich bezeichnen. „So ist schwul sein eine sexuelle Orientierung – und kein Mensch sollte aufgrund seiner sexuellen Orientierung ausgegrenzt werden“, heißt es weiter.

„Jugendliche verwenden diese Begriffe oft, ohne über ihre eigentliche Bedeutung Bescheid zu wissen“, vermerkt Nicole Keutgen von der Jugendinfo. „Mit dieser Kampagne wollen wir junge Menschen über diese Begriffe aufklären und ihnen sogar Alternativen an die Hand geben“. Diese Alternativen seien nicht diskriminierend und hätten dieselbe Ausdruckskraft. Anstatt zu sagen „Bist du behindert?“ könnte man also sagen „Spinnst du?“. Nur ein Beispiel unter vielen. Die Plakat- und Social-Media-Kampagne werde durch Animationen in Sekundarschulklassen ergänzt, betont der Rat der deutschsprachigen Jugend. Die Jugendinfo biete dazu Module an, wo Schulklassen über Vorurteile, Ausgrenzung und sprachliche Diskriminierung diskutieren und reflektieren. „Bei Fragen oder Interesse können sich Pädagoginnen und Pädagogen an die Jugendinfo und den RDJ wenden“, formuliert der RDJ sein Angebot.

Die „Sprache zeigt Respekt“-Kampagne wird vom Jugendstrategieplan der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie dem Europäischen Jahr der Jugend unterstützt.

„Wir hoffen, dass wir so junge Menschen zum Nachdenken bringen und dass der sprachliche Umgang miteinander respektvoller wird“, wünscht sich Lara Bongartz vom RDJ. (red/svm)


Kontakt:

Lara Bongartz

(info@rdj.be) oder

Nicole Keutgen

(nicole.keutgen@jugendinfo.be).

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