Rettungsschiff bringt Migranten nach Italien - 500 weiter in Seenot

<p>Dieses von der deutschen humanitären Organisation Sea-watch zur Verfügung gestellte Bild zeigt ein Boot mit einer Gruppe von Migranten in Seenot im südlichen Mittelmeer.</p>
Dieses von der deutschen humanitären Organisation Sea-watch zur Verfügung gestellte Bild zeigt ein Boot mit einer Gruppe von Migranten in Seenot im südlichen Mittelmeer.

Das Schiff erreichte die Anlegestelle am Dienstagmorgen. Wenig später gingen alle an Land, wie die Organisation bei Twitter mitteilte. Die Crew hatte die Menschen vor wenigen Tagen im Mittelmeer in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste an Bord genommen.

Die Menschen waren in einem seeuntauglichen Schlauchboot unterwegs. Unter ihnen befanden sich neun Frauen sowie 47 unbegleitete Minderjährige, hieß es. Kurz nach der Rettung teilten die italienischen Behörden dem Schiff den Hafen von Salerno zu.

In internationalen Gewässern nahe Malta befanden sich weiterhin etwa 500 Mittelmeer-Migranten in Seenot, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf das Hilfsprojekt Alarm Phone berichtete. Das Boot sei von Libyen abgefahren und befinde sich seit Montag in Seenot. Laut Alarm Phone sind zwei Handelsschiffe in der Nähe des Bootes. Diese seien aber nicht so ausgerüstet, um die Menschen an Bord zu holen. Auch das Rettungsschiff „Geo Barents“ der privaten Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen befindet sich demnach in der Nähe. Schlechte Wetterbedingungen erschwerten eine Rettung.

Sehr viele Menschen machen sich trotz der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer weiter auf den Weg nach Europa. In diesem Jahr registrierte Italien mehr als 28.000 Bootsmigranten - mehr als viermal so viele wie im gleichen Vorjahreszeitraum (mehr als 6.800). (dpa/calü)

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