Derzeit erheben Apotheker auf Einkäufe, die Abends nach Ladenschluss, in der Nacht oder am Wochenende getätigt werden, einen Aufpreis von bis zu fünf Euro. Das will die föderale Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) jetzt abschaffen. Stattdessen sollen die Apotheker pro geleisteten Nacht-oder Wochenenddienst eine Pauschale erhalten.
Wie es in einer Mitteilung aus dem Kabinett der Gesundheitsministerin heißt, dürfen Apotheker demnach keinen Aufpreis mehr verlangen, wenn es sich um Medikamente handelt, die von einem Arzt verschrieben wurden. Kunden, die während des Nacht- oder Wochenenddienstes ohne ärztliche Verordnung in einer Apotheke einkaufen, müssen auch in Zukunft mit einem Aufpreis auf den normalen Verkaufspreis rechnen.
Die Apotheker erhalten künftig für Nachtdienste – zwischen 22 Uhr und 8 Uhr – eine staatliche Zuwendung, unabhängig davon, ob sie während ihres Dienstes viel oder wenig verkaufen. Für das laufende Jahr 2019 ist hierfür ein Budget von annähernd acht Millionen Euro vorgesehen. (um)

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