„Für viele gehören Karneval und Alkohol zusammen, und Alkohol wird dabei nicht mehr als Genussmittel genutzt, sondern mit Ziel auf den Rausch. Limits werden überschritten und die Wirkung unterschätzt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden lokalen Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel. Welchen Umgang mit Alkohol leben wir als Eltern unseren Kindern vor?, fragt die Polizei. Über 20 Prozent der Belgier empfinden demnach die Belästigung durch Alkohol und Drogenkonsum als Problem. 14 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren haben regelmäßig ein Unsicherheitsgefühl. „Der Hauptgrund dafür ist das unangepasste Verhalten im Straßenverkehr laut Sicherheitsumfrage 2021“, so die Polizei.
Was können wir nun gemeinsam dafür tun, dass Karneval 2023 für uns eine freudige Erinnerung wird? Treffen Sie verantwortungsbewusste Vereinbarungen im Umgang mit Sekt, Bier und Co und planen Sie den verbindlichen Heimweg mit Ihren Kindern, rät die Polizei. Wer holt mich ab? Wer ist erreichbar? Erkläre ich mich zum gefeierten Taxi Star und bleibe nüchtern? Habe ich Material in meinem Fahrzeug, um mir freie Sicht zu verschaffen? Verhindern Sie vor allem den Vollrausch und den Konsum von alkoholischen Getränken unter 16 Jahren. Der Konsum von hochprozentigem (über 22 Prozent) ist zudem erst ab 18 Jahren gestattet. Nützliche Infos gibt es auch beim föderalen Gesundheitsministerium (https://www.health.belgium.be/fr/sante).
Denken Sie auch besonders an Ihre Sicht und Sichtbarkeit! Fußgruppen und Spaziergänger müssen, sofern keine Sondergenehmigung vorliegt, die Bürgersteige oder Seitenstreifen benutzen, um jeglichen Unfall zu vermeiden. Um den sicheren Ablauf der jecken Veranstaltungen zu gewährleisten, werden die Polizeibeamten der beiden Polizeizonen verstärkt Alters- und Alkoholkontrollen durchführen. Nicht zu unterschätzen sei zudem der Restalkohol, der am Tag danach noch auftreten könne. Der Körper baut normalerweise rund 0,1 Promille pro Stunde ab. Der Abbau von Alkohol kann nicht durch vermeintliche „Ausnüchterungshilfen“ (wie Kaffee, Cola, Wasser, fettiges Essen, an die frische Luft gehen usw.) beschleunigt werden. Selbst Ausschlafen garantiere keine 0,0 Promille am nächsten Tag, warnt die Polizei. (red/sc)

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