Nachdem ich die Leserzuschrift von Herrn Hezel mehrmals gelesen habe, stellen sich mir folgende Fragen: Geht es ihm ums reine Provozieren, wobei er wahrscheinlich fiebrig erregt auf Reaktionen der „Gegenseite“ wartet? Oder zeigen seine Ausführungen Züge einer integralistischen Weltanschauung, deren Vertreter (religiös oder nicht) unfähig sind, eigene Vorstellungen zu hinterfragen oder Zweifel an der eigenen Überzeugung zuzulassen? Oder geht es ihm um eine offene, sachliche und respektvolle Auseinandersetzung mit Andersdenkenden, um deren Gedankengänge aufzuschlüsseln und sie mit den eigenen zu vergleichen?
Das von ihm benutzte Vokabular wie „irgendwelche Kasperle, kritzeln, beschmieren, entwürdigen“ lässt eher auf die Arroganz eines von sich Überzeugten schließen, der für die Positionen des ideologischen „Gegners“ leider nur Häme und Verachtung aufzubringen scheint.
Kommentare
Naja, Herr Heinen, wenn man keine inhaltlichen Argumente hat, muss man sich wohl an der Person abarbeiten... Sei's drum.
Was ist denn ihre inhaltliche Meinung dazu, dass Religionen scheinbar Narrenfreiheit haben, und unter dem Deckmantel der "Tradition" unser aller weltliche Institutionen beschmieren dürfen?
Und ja, selbstverständlich 'beschmieren', denn zu glauben, es gäbe kein größeres Wohlwollen als irgend einen religiösen/sektischen "Segen", das wäre die Quintessenz und das Monopol ethischen Handelns, ist doch wohl die wahre Arroganz, die kein Andersdenken zulässt. Und weiter zum Andersdenken: Ist denn etwa nicht "ihr" Gott, zwischen den Tausenden anderen der Welt, der 'einzig' wahre für Sie? Wo ist da der Platz für "Zweifel an der eigenen Überzeugung"?
Wenn Sie doch so weltanschauungsoffen sind, warum haben Sie es dann nötig, ad personam zu "argumentieren"?
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