In Eupen können die Artikel der Aktion sowohl im Verkauf durch freiwillige Helfer als auch in Geschäften angeboten werden. Dort stehen dann auch Spendenboxen bereit, in die auch ohne Kauf Spenden abgegeben werden können. Die Bevölkerung wird aufgerufen, die Kampagne zu unterstützen, indem sie die Artikel der Friedensinseln im Bekannten- oder Kundenkreis verkauft, eine Spendenbox aufstellt oder selbst Artikel erwirbt. Dafür meldet man sich am besten direkt im Animationszentrum Ephata in Eupen.
Das Eupener Regionalkomitee ist für die Gemeinden bzw. Ortsteile Eupen, Kettenis, Raeren, Eynatten, Hauset, Kelmis, Neu-Moresnet, Hergenrath, Lontzen und Walhorn-Astenet zuständig. Die Kampagne 2023 ermöglicht es, auf sechs Friedensinseln mehr als 200 Projekte für wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Afrika und in Lateinamerika zu unterstützen. Mehr als 220.000 Personen profitieren davon.
Die afrikanischen Friedensinseln befinden sich im Benin, in Burkina Faso, Uganda und in Tansania. Dort werden Schulbauprojekte, Brunnen und Staudämme zur Bewässerung der Anbauflächen, aber auch Ausbildungsprogramme und Mikrokredite zur Förderung der Selbständigkeit finanziert. In den unwegsamen Anden-Regionen Perus gibt es für die eingeborene Bevölkerung ebenfalls große Probleme in der medizinischen Versorgung, im Schulwesen und in der Trinkwasserversorgung. Auch hier wird in landwirtschaftliche Projekte und Viehzucht investiert.
Die Aktion Friedensinseln geht auf den belgischen Dominikanerpater und Friedensnobelpreisträger Dominique Pire zurück. Die erste Friedensinsel wurde 1962 im Osten Pakistans gegründet. Viele dieser Friedensinseln funktionieren mittlerweile als autonome Zonen ohne jegliche Unterstützung aus dem Westen weiter. Seit 1971 findet alljährlich im Januar die Verkaufsaktion der Friedensmodule (zunächst Bausteine, später dann die bekannten Friedensmännchen) statt.
Die Palette der Verkaufsartikel wurde seitdem erweitert: Neben Armbändern, die es schon seit einigen Jahren gibt, Einkaufstaschen und Frischhaltetüchern aus Bienenwachs werden in diesem Jahr auch wieder Pflanzmodule angeboten. Dabei handelt es sich um eine Papierscheibe mit Dillsamen. Mit ein wenig Muttererde und Wasser kann der Dill zum Sprießen gebracht werden. Natürlich gibt es wie immer auch die beliebten Friedensmännchen, die aus recyceltem Plastik hergestellt werden. Die Artikel kosten sechs bzw. zehn Euro.
Interessenten, die sich an der Aktion beteiligen möchten, Geschäfte und Unternehmen oder Gruppen (Schulen, Vereine, Jugendgruppen, Firmlinge, Pfarrgemeinden oder auch Privatleute) sind eingeladen, sich in der Zentrale der Aktion zu melden: Animationszentrum Ephata, Bergkapellstraße 46 (Tel. 087/56.15.10).
Spenden können auf das Konto BE97 0000 0000 4949 überwiesen werden (steuerlich abzugsfähig ab 40 €). (red/hegen)

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