Sehr geehrter Herr Thielen-Krütgen! Obwohl ich im Gegensatz zu Ihnen an Gott glaube,bin ich mit Ihnen sehr einverstanden, dass Religion etwas furchtbares sein kann. Im frühen Mittelalter begannen die Kreuzzüge, bei denen Menschen grausam umgebracht wurden (Juden und Muslime). Dann kamen später die Ketzerverbrennungen und die Inquisition hinzu. Es folgte der 30-jährige Krieg, wo sich Religionen gegenseitig ausrotten wollten wegen „Irrlehre“. Dieses Wort wird in allen Religionen jeweils für alle Anderen benutzt. Religion ist „Hineininterpretieren“ in einen jeweiligen Gott, was er angeblich will. Ich selber glaube an einen liebenden, wunderbaren Gott. Sie glauben, dass es Gott nicht gibt. Da haben Sie Recht, aber nur zu 50 % denn ich habe auch Recht zu 50 %, dass es Gott gibt. Es steht also 1:1 unentschieden. Religion ist für mich in gewissen Formen eine Beleidigung des jeweiligen Gottes. Da werden heute noch in Gottes Namen Frauen, nur weil sie Frauen sind umgebracht und sich nicht an vom Menschen gemachter „Religionslehre“ gehalten haben. Die Menschheit lernt leider nicht aus vergangenen Irrtümern. Es gibt noch immer wieder Kriege irgendwo auf der Welt, sogar mit „Absegnung“ von Religion. Ausbeutung von Natur durch Menschen und Menschen durch andere Menschen. Religionen sind oft in solche Dinge involviert und missbrauchen den Namen ihres jeweiligen Gottes, um ihre Handlungen zu rechtfertigen.
Was Ihre und meine Einstellung zu Religion anbelangt, bin ich mit Ihnen auf der selben Wellenlänge - was nun Glauben an Gott anbelangt, da gibt es noch was Handlungsbedarf...
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