Haushalt 2023 der Gemeinde Raeren

Ergänzend zur einseitig gestalteten und lückenhaften Berichterstattung möchten wir zu folgendem Thema etwas hinzufügen: Wir haben im Gemeinderat nicht nur vor einigen Projekten gewarnt, sondern auch Gegenvorschläge gemacht, so zum Beispiel die Gesamtidee für Eynatten, bestehend aus Schule, Sporthalle und Nahwärmenetz. Uns geht es weiterhin darum, alle Ressourcen optimal zu verwenden. Unsere Vorschläge werden allerdings von der momentanen Mehrheit nicht gehört.

Man beschäftigt sich einfach nicht mit unseren Ideen. Diesen Fakt haben wir auch im Gemeinderat während der Haushaltsdebatte angesprochen. So haben wir unter anderem konkrete Bedenken in Bezug auf das Nahwärmenetz für diverse Gemeindegebäude in Eynatten geäußert. Eigentlich stehen wir einem solchen Projekt positiv gegenüber - allerdings nicht auf Basis einer Pelletsheizung, so wie sie jetzt geplant und zur Bezuschussung bei der DG eingereicht wurde.

Eine Pelletsheizung stößt das Treibhausgas C02, Ruß und Feinstaub aus, was wir vermeiden sollten. Es handelt sich um einen fossilen Brennstoff, dessen Nutzung in naher Zukunft wahrscheinlich vollständig verboten sein wird. Daher schlugen wir vor, dass ein Nahwärmenetz auf moderne, nachhaltige Weise realisiert werden sollte. Im Gemeinderat brachten wir die Idee eines Systems ein, das auf Geothermie mit Tiefenbohrung, Wärmepumpen und möglichst viel selbst produziertem Strom durch große Fotovoltaikanlagen setzt.

Diese Anlagen finden ihren Platz auf den Flachdächern einer neuen, größeren Sporthalle und eines neuen Schulgebäudes, welches die Schulkinder von Lichtenbusch und Eynatten aufnimmt. Das moderne System der Geothermie könnte unsere Gebäude im Winter beheizen und im Sommer kühlen.

Warum müssen wir ein so grünes Thema gegen Grüne im Gemeinderat verteidigen? Laut Herrn Deller (Ecolo) ist ein solches Nahwärmenetz für Eynatten zu kostspielig. Aber in Lichtenbusch wird es sehr wohl realisiert!

Wir möchten an dieser Stelle unseren Appell an die DG wiederholen: Wer bezuschusst, darf auch Fragen stellen: Sind die Projekte wirklich nachhaltig und sinnvoll? Dieses Hinterfragen ist schließlich die Aufgabe einer Aufsichtsbehörde.

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