Geburt von „Fagnes et Plateau“ steht bevor

Bei der Opposition Entente Communale (EC) gibt es wieder ein Stühlerücken im ÖSHZ-Rat. Luc Mélotte hat in einem Schreiben sein Mandat niedergelegt. Die Opposition bezeichnete Julien Sindic als Nachfolger. Wie Oppositionsführer Jean-Marie Blaise später auf eine Frage aus dem Publikum mitteilte, sei der Wechsel nach den Wahlen abgesprochen gewesen.

Anschließend unterbrach Sitzungspräsident Jean-Paul Bastin die Debatte und überließ der Direktorin des Foyer Malmédien (FM) das Wort. Sie stellte ausführlich die Fusionspläne zwischen den sozialen Wohnungsbaugesellschaften Nos Cités, welche aus Nosbau hervorgegangen ist, und dem FM vor. Der Verwaltungssitz wird zeitnah in die Villa Steisel verlegt und bleibt in Malmedy. Seit der Aufspaltung von Nosbau hat Nos Cités seinen Sitz in der in der Rue Dicke Beusch 32 in Welkenraedt, von wo aus das Tagesgeschäft geführt wird.

Auch die neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats stellte sie ausführlich vor. Die Stadt Malmedy fällt von fünf auf drei VWR-Mitglieder zurück. Weiterhin stellt Malmedy aber zwei Administratoren. Einstimmig nahm der Rat die Fusionspläne an und auch den neuen Namen „Fagnes et Plateau“ . Im nächsten Jahr feiert der Foyer Malmedien sein 100-jähriges Bestehen.

Die Stadt Malmedy greift der lokalen Geschäftswelt weiterhin unter die Arme. Die Investitionsprämie wird um 50 Prozent erhöht und beträgt fortan 3.000 Euro. Auch kann man künftig die Prämie für zwei aufeinanderfolgende Jahre beantragen. Die Prämie ist aber bei Investitionen, die diesen Betrag übersteigen, auf 80 Prozent der Ausgaben gedeckelt. Neu im Reglement ist, dass das Terrassenmobiliar der Horeca-Betriebe bezuschusst werden kann. Ratsherr Henri Bertrand trat eine Debatte los, die eine rückwirkende Maßnahme für die Zuteilung dieser Prämie beinhalten sollte. Die Mehrheit sah darin kein Problem und wollte eine Frist von sechs Monaten gelten lassen. Philippe Royaux (Alternative) meinte dann, man sollte das komplette Jahr 2022 rückwirkend gelten lassen. Ferner gibt es seitens der Wallonischen Region auch die Creashop-Prämie für neue Geschäfte in Höhe von 6.000 Euro, die es in Malmedy bisher noch nicht gab, sagte Wirtschaftsschöffe André Hubert Denis. Oppositionsführer Blaise kritisierte, dass diese Prämie nicht für Geschäfte in den Dörfern abrufbar sei, worauf Denis erwiderte, dass ihm die Hände gebunden seien. Die Region lasse dies nicht zu.

Für Investitionen in Höhe von 92.000 Euro braucht die Autonomie Gemeinderegie Malmedy Sport und Kultur eine Bürgschaft der Stadtgemeinde, die diese auch erteilte. (glo)

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