Impfquote: Flandern steht an der Spitze, Brüssel hinkt hinterher

<p>Die Impfungen gegen das Coronavirus laufen im ganzen Land.</p>
Die Impfungen gegen das Coronavirus laufen im ganzen Land. | Foto: belga

Ein Blick auf die Impfkarte zeigt, dass die Hauptstadtregion einen großen Rückstand auf Flandern hat, das die höchste Impfquote im Land (örtlich bis 90 %)aufweist. Die Brüsseler Gemeinden Anderlecht (50 %), Saint-Josse-ten-Noode (46 %) und Molenbeek (46 %) haben die niedrigsten Werte. In Ostbelgien schwanken sie zwischen 67 % (Kelmis) und 78 % (Eupen).

Derweil schlägt der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) vor, die Impfquoten des Gesundheitspersonals pro Gesundheitseinrichtung zu veröffentlichen. Die Öffentlichkeit „hat ein Recht, es zu wissen“, sagt er. (gz)

Die Impfquoten in den ostbelgischen Gemeinden können HIER abgerufen werden.

Grafik: Sciensano

Kommentare

  • Gesundheitsminister Vandenbroucke glaubt also, dass die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, die Impfquote des Gesundheitspersonals der jeweiligen Einrichtung zu erfahren.

    Der zugrunde liegende Gedanke besteht darin, dem (vermeintlichen) Wohl der Allgemeinheit ein weiteres Grundrecht, den Schutz der privaten Daten unterzuordnen. Dieser Grundgedanke ist an für sich bereits sehr fragwürdig, denn sollte man dann auch die im Gesundheitssektor arbeitenden HIV-Positiven, Alkoholiker etc. öffentlich machen, da auch von ihnen eine Gefahr für die Patienten ausgehen könnte? Was aber diesen Gedanken umso gefährlicher macht, ist die Tatsache, dass die Politiker im Hinterzimmer entscheiden, WAS denn das Wohl der Allgemeinheit ist, und insbesondere WAS denn dieses Wohl in WELCHEM Maße bedroht. Dieses falsch verstandene „Fürsorgeprinzip“ ist der ideale Nährboden für die sanitäre Diktatur.

  • Die Vergleiche sind einfach Falsch! Es kann nicht ein Land das die Prozentzahl mit der Gesamtbevölkerung ausdrückt mit einem Land das nur die Erwachsenen als prozentualen Faktornimmt vergleichen! Deutschland würde nach diesem Vergleich hinter Belgien liegn, obwohl es ganz leicht vor Belgien steht!

  • Der Herr Schmitz baut mal wieder einen Popanz auf, gegen den er dann als Ritter Don Quichote anreiten kann.

    Jetzt ist es also die Forderung von Gesundheitsminister Vandenbroucke, die Institutionen im Gesundheitsbereich sollten die Impfquote ihres Personals veröffentlichen.
    Das würde dazu führen, „dem (vermeintlichen) Wohl der Allgemeinheit ein weiteres Grundrecht, den Schutz der privaten Daten unterzuordnen.“

    Nun glaube ich kaum, dass dem Minister vorschwebt, die persönlichen Daten der Impfverweigerer in der Eingangshalle auszuhängen, vielleicht noch mit Foto, sondern es geht um die Impfquote, also die globale Prozentzahl von Geimpften und Nichtgeimpften.

    Es könnte die Leute durchaus interessieren, zu wissen, wie das Personal seine Patienten und Pflegefälle schützt, wenn sie sich etwa in der Dr.-Meyer-Klinik behandeln lassen möchten oder ihren alten Vater im Gerhard-Schmitz-Altersheim unterbringen möchten.

  • Der Herr Schmitz baut mal wieder einen Popanz auf, gegen den er dann als Ritter Don Quichote anreiten kann.

    Jetzt ist es also die Forderung von Gesundheitsminister Vandenbroucke, die Institutionen im Gesundheitsbereich sollten die Impfquote ihres Personals veröffentlichen.
    Das würde „dem (vermeintlichen) Wohl der Allgemeinheit ein weiteres Grundrecht, den Schutz der privaten Daten unterzuordnen.“

    Nun glaube ich kaum, dass dem Minister vorschwebt, die persönlichen Daten der Impfverweigerer in der Eingangshalle auszuhängen, vielleicht noch mit Foto, sondern es geht um die Impfquote, also die globale Prozentzahl von Geimpften und Nichtgeimpften.

    Es könnte die Leute durchaus interessieren, zu wissen, wie das Personal seine Patienten und Pflegefälle schützt, wenn sie sich etwa in der Dr.-Meyer-Klinik behandeln lassen möchten oder ihren alten Vater im Gerhard-Schmitz-Altersheim unterbringen möchten.

  • Sehr geehrter Herr Schleck,

    Es müssen nicht die persönlichen Daten der Mitarbeiter ausgehangen werden, um den Datenschutz zu verletzen. Es geht darum, dass die Geschäftsleitung des Krankenhauses mit den persönlichen, wenn auch anonymisierten Daten der Mitarbeiter um Klientel wuchern kann, sprich der Mitarbeiter muss sich gegenüber der Krankenhausleitung „offenbaren“.

    Der Vorschlag von Minister Vandenbroucke wird einen enormen Druck auf die Geschäftsleitung der Krankenhäuser ausüben, die diesen dann ihrerseits an das Personal weitergeben werden. Also doch eine Impfpflicht durch die Hintertür für das Personal?

    Was kommt als Nächstes? Die bereits in Deutschland diskutierte Impfpflicht für das Personal der Kitas und Kindergärten? Oder – warum nicht - die Veröffentlichung der Konfessionszugehörigkeit des Personals von Schulen und Krankenhäusern, weil es für Strenggläubige von Bedeutung sein könnte, welche Gesinnung in beiden Institutionen vorherrscht?

    Herr Schleck, das Problem ist, dass wir zusehends in eine Gesellschaft hineinschlittern, in der das Persönliche dem Funktionalen untergeordnet wird. Ein Krankenpfleger ist nicht primär ein Mensch mit einer ihm zustehenden und unantastbaren Privatsphäre, sondern ein zu funktionierendes Objekt, das aus Sicht von Herrn Vandenbroucke „geimpft“ eben besser funktioniert als „ungeimpft“. Und diese schleichende Entwicklung ist mitnichten ein „Popanz“.

  • Ich freue mich schon auf den Tag wo der Gerhard Schmitz geimpft wird, der Tag wird kommen entweder weil er ohne Impfung nicht in den Flieger kann oder es kommt die Zwangsimpfung. Ich hoffe das dieses Ereignis dem Grenz-Echo eine Sonderausgabe wert ist.

  • Sie freuen sich auf den Tag, an dem jemand zwangsgeimpft wird bzw. nicht mehr ohne "Corona-Schutz-Impfung" in den Flieger steigen darf ?!
    Na dann herzlichen Glückwunsch, dann haben wir's ja weit genug...
    Der Brainwash trägt Früchte.

  • Wenn dieser Jemand Herr Gerhard Schmitz ist, hänge ich sogar die Fahne raus

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8 Comments