Im Halbfinale benötigten die Gauchos allerdings ein Elfmeterschießen, um sich nach dem 1:1 gegen Kolumbien nach 90 Minuten mit 3:2 im Elfmeterschießen durchzusetzen. Sie hüpften und tanzten, sangen aus voller Kehle, und mittendrin umarmte Messi immer wieder den Held des Abends: Mit drei Paraden sicherte Torwart Emiliano Martinez das Weiterkommen im Elfmeterschießen gegen Kolumbien. Nach dem 1:1 nach 90 Minuten war es in Brasilia direkt in die Entscheidung vom Kreidepunkt gegangen. Das Gran Final der Südamerika-Meisterschaft, in das Neymar und Co. am Montag mit einem 1:0 gegen Peru eingezogen waren, steigt nun am Samstag (21.00 Uhr Ortszeit/Sonntag, 2.00 Uhr MESZ) im mystischen Maracana von Rio de Janeiro.
Im Duell der ursprünglich vorgesehenen Copa-Gastgeber, die inmitten der Coronakrise auf dem Kontinent kurzfristig abspringen mussten, brachte zunächst Lautaro Martinez (7.) Argentinien nach Zuspiel von Messi in Führung. Für den 34 Jahre alten Rekord-Nationalspieler war es bereits die fünfte Torvorlage bei vier eigenen Treffern im Turnier. Luis Diaz (61.) glich nach einer Stunde aus. Messi traf zwar anschließend noch den Pfosten (81.), doch die Entscheidung fiel erst im Elfmeterschießen.
Messi und die Seinen sind nun seit 19 Spielen ungeschlagen (elf Siege, acht Remis), verloren zuletzt am 2. Juni 2019 – mit 0:2 im Copa-Halbfinale gegen Brasilien. Mut macht jedoch, dass beim letzten kontinentalen Triumph 1993 im Halbfinale ebenfalls Kolumbien im Elfmeterschießen ausgeschaltet wurde. Mit einem erneuten Finaltriumph könnten die Gauchos mit Rekord-Champion Uruguay (15 Titel) gleichziehen. Brasilien will am Samstag seinen zehnten Kontinental-Pokal. (sid/tf)

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