Extreme Mutprobe – Öffentliche Toiletten Kelmis

Direkt neben dem Gemeindehaus ist das einzig stille Örtchen in Kelmis. Dort wird jeder, sowohl Kelmiser Bürger als auch Touristen, auf eine harte Probe gestellt. Wenn es mal dringend wird, und man diese Tür öffnet, ist es eine große Zumutung. Unser Oberhirte prahlt so viel von Sauberkeit, jedoch an diesem wichtigen Ort wahr er wohl noch nie! Denn da sind Sauberkeit und Hygiene Fremdwörter. Die Düfte, die beim Öffnen der Tür entgegenströmen, sind unter aller Kanone. Es wäre angebracht, dort spezielle Masken zur Verfügung zu stellen. Der Schöffe der vorigen Mehrheit war sich nicht zu schade, sogar sonntags die Toiletten zu säubern. Aber was soll’s, bei dieser Mehrheit sind wir Bürger nur zweite Klasse. Das oberste Sextet hat einen Schlüssel vom Gemeindehaus und kann sich dort von allem entledigen, wenn nötig. Sonntag, den 6. Juni, wurde ich angerufen, und die verärgerte Person sagte: Du schreibst und kämpfst immer für Sauberkeit in Kelmis, warst du heute mal in der öffentlichen Toilette? Das ist eine Katastrophe. Ich bin dann hin und muss dem Anrufer Recht geben. Denn dort braucht man sehr viel Mut, um dahin zu gehen.

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