Die Regierung De Croo hat sich vor einigen Tagen bekanntlich auf die „Ökologisierung“ der Firmenautos ab 2026 geeinigt. Logisch, dass die flächendeckende Einrichtung von Ladestationen zur Förderung der Elektromobilität ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende ist. Und genau hier liegt der Hund begraben. Zu Beginn des Jahres zählte Belgien gerade mal 8.482 Ladesäulen. Zum Vergleich: In den Niederlanden waren es im Jahr 2020 bereits über 61.000. Noch eklatanter sind laut einer aktuellen Veröffentlichung des Touring Club die Unterschiede innerhalb des Landes: Während die flämische Regierung 30.000 Ladestationen anvisiert, sieht Brüssel deren 7.500 vor. In der Wallonie sind zur Zeit gerade mal 220(!) Stück installiert. Deshalb ist die Initiative der Provinz Lüttich im Rahmen ihres Klimaplans besonders erwähnenswert. Der aktuellen Ausgabe von „Unsere Provinz“ (eine meiner Lieblingslektüren) ist zu entnehmen, dass man den Gemeinden bereits vor drei Jahren vorgeschlagen hat, die Installation und Verwaltung von Ladestationen über ihre Einkaufszentrale zu erleichtern. Die Provinz bewilligt zudem einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Gesamtkosten für die Anschaffung einer Station bis zu einem Höchstbetrag von 15.000 Euro. Inzwischen wurden 25 Stück installiert; 27 weitere sind noch in der Planung. Kurioserweise haben aus der DG nur Kelmis, Raeren und Amel ein Dossier eingereicht. Wenn man bedenkt, welch ehrgeizige Ziele einige Gemeinden wie auch die DG selbst in Sachen Klimaschutz und Energie verfolgen, kann man momentan nur schlussfolgern: In diesem Tempo wird das leider nichts mit der nachhaltigen Mobilität in Ostbelgien.
Ladestationen für Elektrofahrzeuge
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