Die Zahlen für Donnerstag, 17. April:
Es wurden 313 neue Todesfälle gemeldet (nach 417 am Mittwoch). 114 Patienten starben im Krankenhaus und 199 in einem Alten- und Pflegeheim. Von den Letztgenannten sind 24 Prozent durch eine Corona-Test bestätigt, der Rest sind Verdachtsfälle. Insgesamt starben bislang in Belgien 5.163 Menschen an den Folgen von Covid-19: 48 % in einem Krankenhaus, 50 % in einem Altenheim. In Ostbelgien sind 21 Patienten im Krankenhaus gestorben, 15 im Altenheim.
Es gab 320 neue Krankenhauseinweisungen - in etwa so viele wie am Mittwoch. Der insgesamt rückläufige Trend seit Anfang des Monats bestätigt sich. Insgesamt befinden sich derzeit 5.161 Corona-Patienten im Krankenhaus (minus 148), davon 16 in Ostbelgien.
Gleichzeitig konnten 399 Patienten das Krankenhaus genesen verlassen.
Auf der Intensivstation liegen 1.140 Corona-Patienten, ein Rückgang um 42. 846 Patienten werden auf der Intensivstation künstlich beatmet (minus 22). In Ostbelgien werden sechs Patienten intensivmedizinisch betreut.
Es wurden bei gut 5.000 Tests 1.329 Neuinfektionen registriert: mehr als 1.200 im klassischen Labor-Netzwerk. Insgesamt wurden in Belgien bis dato 36.138 Infektionen identifiziert - bei 139.387 Tests.
In Osbelgien
Die Zahl der bestätigten Infizierten in unserem Land nimmt immer noch zu. Die Zahl der neuen Krankenhauseinweisungen stabilisiert sich weiter, bleibt aber ebenfalls hoch. Deshalb forderte das Krisenzentrum bei der Präsentation der Statistiken auf, die geltenden Beschränkungsmaßnahmen weiter strikt einzuhalten. „Gerade jetzt, wo die Garten- und Baumärkte an diesem Wochenende wieder öffnen, müssen wir durchhalten. Machen Sie aus dem Besuch in einem solchen Geschäft keinen Familienausflug“, appellierte Benoit Ramacker vom Krisenzentrum und erinnerte an die geltenden Regeln, die denen für die Supermärkte entsprechen: Mindestabstand von 1,50 Metern im Geschäft, an der Kasse und auf dem Parkplatz, ein Kunde je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche und maximaler Aufenthalt von 30 Minuten.
Die bisherigen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Belgien sind nach Darstellung des Krisenzentrums erfolgreich gewesen. Das dynamische Wachstum wurde zurückgebracht auf ein lineares Wachstum. Das belegt auch die sogenannte Reproduktionszahl, die derzeit bei 0,8 liegt. Das heißt, dass im Durchschnitt nicht mehr jede Person, die infiziert ist, eine andere Person ansteckt. „Je näher diese Zahl bei 0 liegt, desto größer ist die Kontrolle über das Virus“, erläutert der Virologe Emmanuel André. Zu Beginn des Ausbruchs lag die Reproduktionszahl bei 2 bis 3: Eine einzige infizierte Person konnte zwei bis drei andere anstecken. „Sobald diese Wert unter 1 taucht, bedeutet das, dass die Epidemie an Kraft verliert“. fügt sein Kollege Steven Gucht hinzu. Er hofft, dass die Missachtung der Schutzmaßnahmen der Corona-Regeln über das Osterwochenende nicht zu einem neuen Höhepunkt der Epidemie führt. „In den Zahlen zeigt sich das nach 10 bis 14 Tagen.“ In Deutschland ist die Reproduktionszahl inzwischen auf 0,7 gesunken.
(gz)

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