Die jüngsten Zahlen für Montag, 13. April:
- Es wurden 262 neue Todesfälle gemeldet: 90 Corona-Patienten starben im Krankenhaus, 171 mutmaßlich Infizierte im Altenheim. Alles in allem wurden in unserem Land 4.157 Todesfälle durch das Coronavirus registriert: 52 Prozent in einem Krankenhaus (bestätigte Fälle), 46 Prozent in einem Altenheim (meist Verdachtsfälle).
- Es wurden 242 neue Patienten ins Krankenhaus eingewiesen. Gleichzeitig konnten 161 Patienten das Krankenhaus verlassen. Insgesamt sind bereits 6.868 Personen entlassen worden. Derzeit liegen 5.536 Infizierte im Krankenhaus.
- 1.223 Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation (minus elf). 915 von ihnen werden künstlich beatmet (minus 25).
- Es wurden 530 neue bestätigte Infektionen identifiziert (bei 2.081 Tests), womit sich die Gesamtzahl auf 31.119 erhöht. In den Altenheimen wurden bislang 7.400 Tests durchgeführt, deren Ergebnisse noch nicht in die Statistiken aufgenommen wurden.
- In Ostbelgien liegen noch zwölf Covid-19-Patienten im Krankenhaus (Ende März war es noch über 30), davon sieben auf der Intensivstation. In den Kliniken sind bis dato 21 Infizierte gestorben. In den ostbelgischen Altenheimen ist die Zahl der Infizierten auf 33 stark gestiegen - zehn mehr als am Vortag - und wurden 13 Todesfälle gemeldet.
Die Baisse in den Krankenhausaufnahmen bestätigt sich. „Aber sie vollzieht sich nicht abrupt“, präzisierte der Mikrobiologe Emmanuel André, der die täglichen Zahlen für das frankofone Publikum präsentiert. Im Gegensatz zu Italien oder Frankreich, wo in der Infektionskurve derzeit eine Stabilisierung (“Plateau“) festgestellt wird, mit hierzulande eher von einem „langsamen, aber bestätigten Rückgang“ (bei den Krankenhauseinweisungen) die Rede. „Aber wir müssen noch ein paar Wochen durchhalten, um eine neues Aufflammen der Infektionen zu verhindern.“ Wie lange die Baisse anhalten wird, bleibe abzuwarten, sagte André und verwies auf die nach wie vor hohe Anzahl Krankenhauspatienten. „Wir dürfen nicht zu früh loslassen. Zurzeit ist die Aufnahmekapazität in den Kliniken unter Kontrolle, aber wenn es zu einem neuen Aufflammen kommt, droht sie überschritten zu werden.“
Die Entwicklung der Krankenhauseinweisungen gibt Hoffnung, aber die Experten bleiben sehr vorsichtig, vor allem wegen der hohen Anzahl Todesfälle. Benoît Ramacker, Sprecher des nationalen Krisenzentrums, betonte denn auch, dass „unser Verhalten diese Kurve bestimmt und nicht umgekehrt". „Es wäre völlig unverantwortlich, diese Zahlen selbst zu interpretieren und nach dieser Interpretation ein anderes Verhalten an den Tag zu legen“, warnte er und forderte die Bevölkerung auf, die Entscheidungen den Experten und den Behörden zu überlassen. (gz)

Kommentare
„Das Virus wird müde.“
Wirklich?
Dann kann’s ja losgehen.
Danke für diese „verantwortungsvolle“ Schlagzeile!
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