Das Akademiker-Duo des Fachbereichs Kommunikationswissenschaften hatte sich in der Nacht von Freitag auf Samstag in einer Wohnung verschanzt und von dort aus eine Liveübertragung, die auf deWebsite der UGent abrufbar war, gestartet. Doch anstatt r die zuschauenden Studenten mit fachlichen Inhalten zu bespaßen, ließen der Professor und der Assistent lieber die Korken knallen. Mit zunehmendem Pegel wurde nicht nur die Musik aufgedreht, sondern auch der Ton rauer. So wurden rassistische und frauenfeindliche Beleidigungen live über den Äther gejagt.
Damit aber nicht genug: Denn kurz darauf wurden die Akademiker gegenüber Polizeibeamten ausfällig, die wegen einer Meldung über Lärmbelästigung angerückt waren. Neben den Worten „Sieg Heil“ empfingen die Krawallbrüder die Ordnungshüter auch mit dem Satz „Willkommen in Nazi-Deutschland“.
Da sich obendrein einer der beiden Akademiker, die sich auch nicht an die geltenden Corona-Maßnahmen gehalten hatten, weigerte, seinen Personalausweis vorzuzeigen, musste die Streife Verstärkung anfordern. Am Ende waren ingesamt acht Polizisten im Einsatz, um der Lage Herr zu werden.
Das ganze Spektakel konnte übrigens live verfolgt werden.Denn der Stream, den das Duo gestartet hatte, lief während des 20-minütigen Polizeieinsatzes munter weiter.
In Erwartung einer gründlichen Untersuchung hat die UGent den Professor und den Assistenten vorläufig berlaubt und ihnen verboten, an der Genter Lehranstalt zu unterrichten.
Die Polzei hat den Fall indes an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben. (belga)

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