Fehlende Erntehelfer: Online-Jobbörse soll Abhilfe schaffen

<p>In Belgien hat die Spargelernte begonnen. Doch das „weiße Gold“ droht auf den Feldern zu verderben, da es an Saisonarbeitern aus Osteuropa fehlt.</p>
In Belgien hat die Spargelernte begonnen. Doch das „weiße Gold“ droht auf den Feldern zu verderben, da es an Saisonarbeitern aus Osteuropa fehlt. | Foto: belga

In der Landwirtschaft hat ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Denn anders als eine Großveranstaltung lässt sich eine Ernte nicht verschieben, und die droht hierzulande zum Dilemma zu werden.

Eigentlich sind jährlich zahlreiche Erntehelfer auf den belgischen Feldern aktiv, um Obst und Gemüse zu sammeln. Ein Großteil der Hilfskräfte kommt seit Jahren aus dem Ausland – überwiegend aus Osteuropa. Doch infolge der Corona-Pandemie kommen die Saisonarbeiter zurzeit nicht ins Land. Um Infektionsketten durch das neuartige Virus zu unterbrechen, gelten zurzeit nämlich besondere Reisebeschränkungen.

Um dem Problem entgegenzuwirken, haben verschiedene Berufsverbände, darunter auch der ostbelgische Bauernbund, mit Unterstützung der wallonischen Regierung die Online-Plattform „Jobs Easy-Agri“ ins Leben gerufen.

Die Jobbörse, die seit Mittwoch online ist, richtet sich an alle Menschen, die aufgrund der Coronakrise ihren eigentlichen Job nicht ausüben können, wie etwa Beschäftige der Gastro- und Hotelindustrie. Aber auch Studenten oder Arbeitslose können sich dort unkompliziert als Erntehelfer registrieren lassen.

Das erste Zwischenfazit des Angebots fällt relativ positiv aus. Bereits in den ersten Tagen hätten sich über 500 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten.

In der Wallonie wird der kurzfristige Bedarf auf rund 1.000 Erntehelfer geschätzt. (belga/calü)

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