Wie die Verbraucherschutzvereinigung Test-Achat berichtet, haben die Supermärkte nämlich an der Preisschraube gedreht. Die Produkte haben sich demnach hierzulande im Schnitt um rund sechs Prozent verteuert.
Während bei Carrefour die Preise für Waren durchschnittlich um knapp fünf Prozent gestiegen seien, habe Konkurrent Colruyt noch einen draufgesetzt. Dort müssten die Konsumenten bis zu sieben Prozent mehr für ihre Produkte auf den Tisch legen. Bei Delhaize und Aldi seien die Preise laut Test-Achat trotz Coronakrise stabil geblieben.
Als Hauptgrund für die Preisanstiege führt die Verbraucherschutzvereinigung das Rabattverbot ins Feld. Die Föderalregierung hatte Supermärkten im Rahmen der Corona-Maßnahmen untersagt, Rabatte, Sonderangebote und andere Promoaktionen durchzuführen. „Wir haben diesen Schritt gemacht, um zu vermeiden, dass weiter gehamstert wird, denn die Supermärkte konnten ihre Regale nicht schnell genug wieder auffüllen. Große Mengen einzukaufen wurde damit weniger interessant“, sagt Verbraucherschutzministerin Nathalie Muylle (CD&V).
Die Maßnahme sorgte vor allem für Kritik bei den Verbrauchern. Sie vermuteten dahinter einen Trick der Warenhausketten, um an der Krise verdienen zu können, was aber der gesamte belgische Retail-Sektor verneinte.
Da die Hamsterkäufe nachgelassen haben, wurde am Dienstag, 31. März, das Rabattverbot offiziell wieder außer Kraft gesetzt. Damit sei wieder Raum für Angebote, gerade auch im Hinblick auf das Ostergeschäft, so Nathalie Muylle. Es habe mittlerweile wieder der Kampf um jeden Kunden begonnen.
Ob und wann die hiesigen Supermärkte ihre Preise wieder sinken lassen, kann niemand sagen – „auch weil wir in einer freien Marktwirtschaft leben“, ließ die Ministerin abschließend verlauten. (belga)

Kommentare
.. ist doch nomal, wenn sie schon nicht soviel Ware in den Regalen unterkriegen, dann soll es wenigstens teurer sein...
... dieses ist aber eine Folge, das nicht mehr im nahen Ausland (dort ist es immer noch billger) eingekauft werden darf, selbst die pendler ist es strokt untersagt dort Einkaufen zu gehen, also alles nach Belgien und hier ist nicht genug Platz in den Geschäften...
Na mal wieder ein super Schachzug von Regierungsseite. Viele haben weniger Geld zur Verfügung und die verbieten Sonderangebote. Wer so verrückt ist und Hamstert, achtet auf die paar Euro nicht. Andere die eh kein Geld zum Hamstern haben bezahlen die Zeche!
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