Abstand von anderthalb Metern nicht ausreichend?

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Die Studie besagt, dass sich die Tröpfchen, die man beim Husten oder Niesen ausstößt, weiter als eineinhalb Meter ausbreiten. In einer warmen, feuchten Atmosphäre könnten sie eine Wolke bilden, die sich bis zu acht Meter weit ausbreitet.

Van Ranst stellt sich also die Frage, ob es ausreichend sicher ist, eine andere Person mit einem Mindestabstand von eineinhalb Metern zu kreuzen. „Jede Maßnahme, die ergriffen wird, muss natürlich realistisch und im Alltag umsetzbar sein“, so Van Ranst. „Bei acht Metern hört jede Art von Interaktion auf. Trotzdem beginnen immer mehr Länder, die neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen.“

Van Ranst weist darauf hin, dass die meisten Länder derzeit einen Mindestabstand von eineinhalb Metern als Standard verwenden. „Ich denke nicht, dass sie in absehbarer Zeit davon abkommen werden. Aber vielleicht gibt es kluge Wege, um damit vernünftig umzugehen.“ Er relativierte auch die Ergebnisse der Studie: „Die Partikel können über eineinhalb Meter weit fliegen. Aber das größte Risiko einer Ansteckung liegt innerhalb dieser eineinhalb Meter". (belga)

Kommentare

  • Vor circa 40 Jahren absolvierten meine Mitschüler und ich, die Ausbildung zur Krankenpflege in der Krankenpflegeschule Eupen. Unsere Lehrerin für Infektionslehre & Berufshygiene war damals Frau Dr. Kurthen, eine in Eupen ansässige Hausärztin. Sie erklärte uns bereits damals, dass Viren aufgrund ihres geringen Gewichtes und aufgrund der hohen Druckes, mit denen sie beim Husten oder Niesen ausgeschleudert werden, bis zu 10 Meter "fliegen" können, lange in der Luft schweben und erst nach und nach absinken, wobei sie durch Luftbewegungen (z.B. wenn Menschen sich im Raum bewegen) wieder aufgewirbelt werden können. Total verwunderlich, dass dieses Wissen es nicht bis in die heutige Zeit geschafft hat und nun extra eine Studie aus dem fernen Amerika bemüht wird.

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