Glockengeläut soll zum Symbol werden

<p>Claude Theis weist darauf hin, in Zeiten von Corona auch Flüchtlinge und andere Menschen, die in ihrer Existenz bedroht sind, nicht zu vergessen.</p>
Claude Theis weist darauf hin, in Zeiten von Corona auch Flüchtlinge und andere Menschen, die in ihrer Existenz bedroht sind, nicht zu vergessen. | Foto: Archiv

Bekanntlich finden derzeit keine Gottesdienste und kirchlichen Feiern statt. Im Pfarrverband St.Vith wird nunmehr jeweils sonntags um 10 Uhr ein Hausgottesdienst angeboten. In einem Sonderpfarrbrief finden die Gläubigen die entsprechenden Texte sowie darüber hinaus Impulse, um ihren Glauben auch in Zeiten der sozialen Distanz zu praktizieren. Als äußeres Zeichen läuten auch jeweils am Sonntagmorgen die Glocken. Für Claude Theis hat diese uralte Tradition des Glockengeläuts in diesen Wochen aber nicht nur sonntags, sondern täglich Bedeutung: „Seit Jahrhunderten schon hört man die Glocken jeden Tag - außer an zwei Tagen des Jahres - drei Mal am Tag: morgens, mittags und abends“, sagt er. Im Alltag werde oft gar nicht darauf geachtet. In dieser besonderen Zeit sei nun die Gelegenheit, wieder auf das Glockengeläut zu hören und dieses als Symbol zu verstehen. Allerdings solle dieses nicht nur im Zeichen von Corona geschehen, sondern im Gedenken an „ die unzähligen Leute, die diese Pandemie in eine finanzielle oder existentielle Notlage bringt“, aber auch im Gedenken an die Flüchtlinge, „von denen jetzt keiner mehr spricht und die noch viel größere Zahl der Menschen, die tagtäglich sterben, weil sie nichts zu essen haben.“ Auch ruft der Pfarrverband zu Solidarität im Herzen und im konkreten Handeln auf.

Aktuelle Informationen und Texte gibt es stets unter www.pfarrverband.be. (red)

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