Der Tennis-Kalender stürzt ins Chaos

<p>Bei der Neudatierung könnte es zu Kollisionen mit Roger Federers Laver Cup kommen.</p>
Bei der Neudatierung könnte es zu Kollisionen mit Roger Federers Laver Cup kommen. | Foto: Photo News

Der außergewöhnliche Alleingang der French Open stürzt die Tennis-Szene in ein Terminchaos und sorgt für massive Unruhe und Kritik. Offenbar ohne sich mit den anderen Grand-Slam-Turnieren oder der WTA- und ATP-Tour in der Coronavirus-Krise abzustimmen, verschob der französische Verband sein Vorzeigeprodukt einfach um vier Monate auf die Zeit zwischen dem 20. September und dem 4. Oktober. Finden die US Open wie geplant vom 31. August bis 13. September statt, liege gerade einmal eine Woche zwischen den beiden Events von Weltrang. Auch mit dem Schweizer Topstar Roger Federer legten sich die Veranstalter durch ihren neuen Termin an – dessen Laver Cup liegt nun parallel zu den French Open. „Zum jetzigen Stand planen wir, den Laver Cup 2020 wie geplant stattfinden zu lassen“, teilten die Organisatoren des Events in Boston jedoch bereits mit.

Die Verlegung der French Open dürfte sich auch auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio auswirken, für die Paris eigentlich als Deadline vorgesehen war. Noch dazu wurden am Mittwoch auch die BMW Open in München abgesagt, während ATP und WTA mitteilten, dass alle Veranstaltungen bis einschließlich 7. Juni nicht stattfinden. Frühestens wird am 8. Juni wieder Tennis gespielt.

Wimbledon (29. Juni bis 12. Juli) hält derweil noch an seinem Termin fest. Bislang ist aber überhaupt fraglich, wann die Tennis-Tour wieder loslegen kann. (sid/dpa)

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