Während unter anderem Italien zur kompletten Sperrzone erklärt wurde, drückt der neuartige Erreger auch Belgien langsam aber sicher seinen markanten Stempel auf. Erst am Dienstag hatte die Regierung um Premierministerin Sophie Wilmès (MR) angeraten, Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen abzusagen. Eine konsequente und logische Entscheidung. Denn Hunderte Menschen auf engstem Raum bieten ideale Bedingungen für die Verbreitung des Virus. Und genau das muss momentan vermieden werden. Was es jetzt braucht, ist Zeit. Zeit, um Auswege zu finden.
Zwar sind die Symptome und Ansteckungsarten von Covid-19 ähnlich wie bei einer gewöhnlichen Grippe, die mittlerweile zum Alltag gehört, obwohl sie weltweit jährlich Tausende Menschen das Leben kostet. Ein zentraler Unterschied ist jedoch, und das ist der springende Punkt: Es gibt bislang gegen das Coronavirus einfach keine Impfstoffe, keine getesteten Medikamente und auch keine Grundimmunität in der Bevölkerung. Kurzum: Covid-19 ist schlichtweg tödlicher. Was zurzeit passiert, ist nur die nächste Phase der weltweiten Pandemie: Die Krankheit wird noch einige Wochen, wenn nicht sogar Monate hierzulande ihr Unwesen treiben. Und ja, sie wird auch Schäden anrichten – wirtschaftlicher sowie menschlicher Natur.
Das ganze Szenario kann aber auf ein möglichst geringes Maß beschränkt werden, und zwar durch das Meiden von Massenveranstaltungen, das Beherzigen von (alt-)bekannten Hygiene-Regeln und die Acht auf Mitmenschen. Das Ausbremsen des Virus ist auch bitter notwendig. Sollten nämlich Ärzte und Krankenhäuser mit Infizierten überhäuft werden, droht das gesamte Gesundheitssystem zusammenzubrechen. Die (tragischen) Folgen kann sich jeder ausmalen.
Unter dem Strich sind Sorgen berechtigt, Panik aber nicht. Denn wo sie sich ausbreitet, entsteht Hilflosigkeit, und die kann dazu führen, dass Krankheitsausbrüche vertuscht werden. Und sollte die Angst tatsächlich die Oberhand gewinnen, hätten Erreger ein deutlich leichteres Spiel.

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