Mit Strom gegen Tinnitus – „Erste Testergebnisse sind ermutigend“

<p>Stress im Berufs- oder Privatleben kann einen Tinnitus negativ beeinflussen.</p>
Stress im Berufs- oder Privatleben kann einen Tinnitus negativ beeinflussen. | Foto: Klinge Pharma/Klinge Pharma/obs

Wie der flämische Rundfunk berichtet, leiden ungefähr 15 Prozent der Erwachsenen an Tinnitus, oft als Folge eines Hörschadens. Sie nehmen dann ein Geräusch wahr, das in der Umgebung nicht vorhanden ist. Dies führt zu einer Überaktivität des Gehirns. Dabei führt der Piepton zu Beschwerden wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen und verursacht oft viel Stress.

Bis heute gibt es keine Methode zur vollständigen Heilung der Krankheit. Allerdings existieren Behandlungsansätze, um die Symptome zu verringern.

Wie die VRT am Dienstag berichtete, erprobenForscher an der Universität Antwerpen eine neue Therapie mit elektrischem Strom. Es handelt sich dabei nicht um Elektroschocks. Es geht vielmehr darum, dem Gehirn eine halbe Stunde lang wiederholt Strom in leichter Dosis zu verabreichen.

Die Technik wurde an 117 Personen getestet, und die ersten Ergebnisse sind „ermutigend“. Bei jedem dritten Patienten habe man nach der Therapie eine Verbesserung feststellen können, erklärte Dr. Laure Jacquemin und fügte an: „Und das ist ein wichtiger Schritt nach vorn. Wir werden nun untersuchen, wie wir die Therapie noch wirksamer machen können und wem sie hilft.“

Prävention sei „immer noch das Beste“, so Jacquemin: „Wenn Sie eine Aufführung oder Veranstaltung ohne Risiko genießen wollen, verwenden Sie Ohrstöpsel. Und vorzugsweise maßgeschneiderte.“ (vrt/mv)

Eine Datenbank an Kliniken, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Betroffene findet man auf https://tinnitus-selbsthilfe.org

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