Zuvor hatte Ramelow in den beiden ersten Wahlgängen die dabei erforderliche Mehrheit verfehlt. Der 64-Jährige nahm die Wahl an. Sein Gegenkandidat Björn Höcke von der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) war ebenfalls in den ersten beiden Wahlgängen gescheitert und trat zur dritten Abstimmung gar nicht mehr an.
Thüringen war vor einem Monat in eine schwere Regierungskrise geraten, nachdem Ramelow am 5. Februar durchgefallen und schließlich der FDP-Politiker Thomas Kemmerich im dritten Wahlgang auch mit den Stimmen der AfD gewählt worden war. Drei Tage später trat Kemmerich aufgrund des öffentlichen Drucks zurück - die etablierten Parteien in Deutschland lehnen bisher eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.
Die AfD war bei der Regionalwahl im Oktober 2019 zweitstärkste Kraft in Thüringen hinter der Linken geworden. Ramelow hatte Thüringen bereits seit 2014 regiert. (dpa)

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