Selbsterklärend müssen die Ostbelgier auch nach acht Spieltagen auf ihren ersten Sieg warten und sind - auch aufgrund der erschreckend schwachen Leistung in Lüttich - einer, wenn nicht der Abstiegskandidat Nummer eins. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz rutscht Eupen sogar auf den letzten Tabellenplatz. Am kommenden Wochenende wartet eine immens wichtige Aufgabe auf die AS Eupen, die bei Cercle Brügge (ebenfalls drei Punkte) zu Gast ist.
Die „Rouches“ verteidigten die Tabellenspitze indes erfolgreich ohne wirklich auf das Gaspedal treten zu müssen.
Standard Lüttich 3:0 AS Eupen
Während Standard Lüttich im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Europa League sechs Mal wechselte, rückten bei Eupen Silas Gnaka, Jonathan Bolingi und Saied Ezatohali in die Startelf - für Bolingi und Ezatohali war es gleichzeitig der erste Einsatz im AS-Trikot.
Die Ostelgier hatte sich für das schwere Spiel in Lüttich viel vorgenommen und sogar vom Sieg gesprochen. Vor rund 300 mitgereisten Fans zeigten die „Pandas“ in der ersten Halbzeit aber überhaupt nichts.

Zu keinem Zeitpunkt der ersten 45 Minuten war Eupen im Spiel und chancenlos gegen Standard Lüttich, das mit Lestienne und ohne Carcela gestarte war. Der Tabellenführer ging bereits in der 6. Minute durch Laifis, der aus 20 Metern viel zu frei schießen durfte, in Führung. Der nächste Horrorstart für eine AS Eupen, die im Anschluss nichts zeigte um den Ausgleichstreffer verdient zu haben. Erst in der 23. Minute hatten die Gäste durch Bolingi ihre erste halbwegs gute Aktion.
Eupen spielte erschreckend schwach - Standard Lüttich wie im Training
In der 28. Minute wurde die ohnehin schon schwere Aufgabe nochmal schwerer: Boljevic hatte zum 2:0 eingeköpft. Nach weniger als einer halben Stunde sah es bereits so aus, als habe Standard Lüttich den Sieg in der Tasche. Mit dem Halbzeitstand war Eupen um einen schwachen Marreh und Ezatohali sogar noch gut bedient. In der gesamten ersten Halbzeit war Standard die aktivere, gefährlichere und bessere Mannschaft - und das ohne wirklich an die Leistungsgrenze gehen zu müssen.

Sollte es nach der Pause besser werden? Nein. Eupen wollte zwar mehr machen, schaffte es aber nicht. Wie schon in der ersten Halbzeit hatte Standard Lüttich nie Probleme mit den Gästen bzw. damit, seine Führung zu verteidigen. Im Gegenteil: Nach einer Stunde knallte Boljevic den Ball zum 3:0 ins Tor, die „Rouches“ spazierten zum Sieg.
In der 81. Minute flog Innenverteidiger Jordi Amat nach einem überharten Foulspiel an Gavory mit Gelb-Rot vom Feld. Von der AS Eupen kam bis zum Schlusspfiff keine Gefahr oder Torchance mehr. Stattdessen hatte Standard mehrere Chancen auf das 4:0. Auch wenn die Aufgabe bei Standard Lüttich schwer war. Die Luft am Kehrweg wird nach dieser trostlosen Vorstellung immer dünner - auch für Trainer San José?
Namen & Fakten
Standard Lüttich: Bodart - Vojvoda, Vanheusden, Laifis, Gavory (82. Fai) - Bope, Bastien, Amallah (71. Mpoku), Boljevic (78. Carcela) - Lestienne, Avenatti
AS Eupen: De Wolf - Beck, Amat, Koch, Blondelle - Penaranda, Marreh, Ezatohali (67. Milicevic), Gnaka (75. Toyokawa) - Bautista (83. Verdon), Bolingi
Tore: 1:0 Laifis (6.), 2:0 Boljevoc (28.), 3:0 Boljevic (61.)

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