Belgische Special-Forces-Einheit hofft auf Geheimwaffe „Frau“

<p>Vor allem im menschlichen Bereich weisen Frauen Stärken auf.</p>
Vor allem im menschlichen Bereich weisen Frauen Stärken auf. | Foto: belga

Eine Frau in der Special-Forces-Einheit – das hat es beim belgischen Militär noch nie gegeben, könnte es aber bald. Von den 33 Damen, die sich zuletzt für die Ausbildung beworben hatten, haben nun 19 vom Verteidigungsministerium grünes Licht bekommen, die Ausbildung zu starten.

Die Chance, dass am Ende des mehrwöchigen Drills tatsächlich eine der Kandidatinnen den Sprung in die Elitetruppe schafft, ist aber sehr gering. Denn laut Statistik schaffen es nur knapp zehn Prozent der Bewerber – die waren bislang allesamt männlicher Natur – das Training erfolgreich zu beenden.

Dass dieses Mal eine oder gleich ein paar Frauen Geschichte schreiben, wäre ganz im Sinne der Spezialeinheit. „In einigen muslimischen Ländern könnte es nämlich durchaus von großem Vorteil sein, Frauen dabei zu haben“, erklärt Colonel Tom Bilo der Tageszeitung „Het Laaste Nieuws“: „Bislang hatten unsere männlichen Spezialkräfte aufgrund von kulturellen oder religiösen Gegebenheiten in einigen Gebieten keinen Zugang zu rund 65 Prozent der Bevölkerung.“ Ein Zustand, der sich mit der Geheimwaffe „Frau“, die vor allem im menschlichen Bereich Stärken aufweise, ändern lassen könnte.

Spezielle Kriegsführung erfordere eben „einen weitreichenden Einblick in die grundlegenden Strukturen der Gesellschaft und der lokalen Bevölkerung“, heißt es diesbezüglich vonseiten der Verteidigung. (calü)

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