Kraft fordert eine Querschnittsdebatte für Jugendliche, Politik und Eltern sowie die Förderung von E-Sports Vereinen in Ostbelgien. Für Colin Kraft, Mitglied des PDG, ist die „gamescom“ ein guter Zeitpunkt, nochmals auf die Bedeutung dieser Kultur hinzuweisen: „E-Sports und Video-Gaming sind schon lange keine Trends mehr. Es gehört zum Alltag unserer Gesellschaft und einer jeden Familie, völlig unabhängig in welchem Maße die Videospiele individuell gespielt werden.“ Kraft fordert in diesem Rahmen eine politische Querschnittsdebatte, die er gemeinsam mit Patricia Creutz als Mitglied im zuständigen Ausschuss auch anregen wird. Creutz hatte das Thema schon in der letzten Legislatur ins Parlament gebracht, „stieß bei den anderen Fraktionen und der Regierung aber auf wenig Begeisterung“, wie es in einer Pressemitteilung der Partei heißt. „Dieses Thema wird meines Erachtens von der Politik stiefmütterlich und äußerst ignorant angegangen. In Sachen E-Sports und Videogames befindet sich die ostbelgische Politik im Tiefschlaf“, stellt Kraft demnach fest.
Er gibt aber auch zu bedenken, dass das Thema zu vielschichtig sei, um es auf einen Bereich zu beschränken. „Es reicht nicht aus, darüber zu diskutieren, ob E-Sports ein Sport ist oder nicht. Hier geht es um viel mehr.“ Suchtprävention, Programmierungskurse, Integration von Games ins Unterrichtswesen, oder eine Förderung für Vereine seien nur einige Themen, die auch bei den Veranstaltungen der CSP zu Videospielen („Süchtig nach Fortnite und anderen Videospielen?“) im Frühjahr diskutiert worden seien. Gerade Letzteres will Colin Kraft in Angriff nehmen, zumal die Christdemokraten dies als einzige ostbelgische Partei im Wahlprogramm verankert hätten. „So wie sich vor über 100 Jahren Fußballvereine gegründet haben, gründen sich heute E-Sports-Vereine, wo sich die meist Jugendlichen treffen, austauschen und gemeinsam einem Hobby nachgehen“, erklärt Kraft den gesellschaftlichen Impakt dieser Entwicklung, die in Ostbelgien auch schon da ist. „Jetzt sind die Eisen noch heiß. Wir haben jetzt die Möglichkeit auch den politischen Rahmen zu schaffen, um diese Entwicklung positiv für die Menschen zu beeinflussen. Und davor kann und darf sich die Politik in Ostbelgien nicht verschließen.“ (red)

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