Für Thibaut Courtois ist es nicht irgendein WM-Viertelfinale. Wenn die Roten Teufel heute Abend in Los Angeles auf Spanien treffen, spielt der belgische Torhüter auch gegen das Land, das für ihn längst mehr ist als nur der Arbeitsplatz. „Spanien ist meine zweite Heimat“, sagte der Torwart von Real Madrid. Ganz so weit, sich als halber Spanier zu bezeichnen, wolle er zwar nicht gehen, fügte Courtois hinzu. „Aber es ist nah dran.“
Die Koffer sind gepackt, die Schulen leer, das Land schaltet in den Sommermodus. Doch hinter der Leichtigkeit der Hauptferienzeit zeichnet sich längst eine Entwicklung ab, die Belgien dauerhaft beschäftigen wird. Die Menschen leben länger, der Finanzierungsdruck im Gesundheitswesen wächst und extreme Hitze zeigt, wie verletzlich eine älter werdende Gesellschaft schon heute ist. Eine zentrale Frage lautet daher, ob das Land auf diese zusammenhängenden Entwicklungen vorbereitet ist.
Industrie und Kommunen im Rheinischen Revier stehen vor einem Wandel: Ab 2029 werden das Kohlekraftwerk Weisweiler stillgelegt und im Braunkohletagebau Inden endet die Kohlegewinnung. Deshalb werden bereits jetzt neue Quellen für die Fernwärme erschlossen, um die Versorgung sicherzustellen.
Wer aus einem Nicht-EU-Land nach Belgien zurückkehrt, sollte genau wissen, was im Koffer erlaubt ist. Darauf weisen die Föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Fasnk) und der Zoll hin. Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die Kontrollbehörden insgesamt rund 7,5 Tonnen sogenannter Risikoprodukte. Bei einer Kontrollaktion am Landesflughafen Zaventem wurden am Donnerstag erneut zahlreiche verbotene Waren entdeckt.
Wenn Freitagabend Spanien auf Belgien trifft, ist das für viele Ostbelgier das bisherige Highlight der Fußball-WM. Für Hilario Rodriguez und Rafael Vazquez ist es mehr als das, es ist auch ein Duell zwischen Herkunft und Heimat. Voller Vorfreude blicken sie auf das Aufeinandertreffen der beiden Länder. Ihr Fußballherz haben die beiden Eupener an den Favoriten aus dem Süden verloren.
Die Gesundheitsminister des Landes wollen nach der außergewöhnlichen Hitzewelle im Juni und Juli den Schutz der Bevölkerung vor extremer Hitze weiter verbessern. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Interministeriellen Konferenz Volksgesundheit hervor.
Die Zeitarbeitsbranche hat 2025 im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Zunahme bei der Zahl der Zeitarbeiter, beim Arbeitsvolumen und bei der Lohnsumme verzeichnet. Das geht aus Zahlen hervor, die das Landesamt für Soziale Sicherheit (LSS) am Donnerstag veröffentlicht hat. Die Zahl der Zeitarbeiter stieg um 1,6 Prozent auf 468.911. Das Arbeitsvolumen legte um 0,1 Prozent zu, die Lohnsumme um 3,2 Prozent.
Die Bewohner der Brüsseler Pflegeheime haben immer vielfältigere und komplexere Pflegebedürfnisse. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung von Iriscare hervor. Die Einrichtung ist der Ansicht, dass diese Entwicklung Anpassungen bei der Organisation der Pflege, den Kompetenzen des Personals und der Begleitpolitik erfordert.
Der belgische Premierminister Bart De Wever (N-VA) hat wie die anderen Staats- und Regierungschefs, die am jüngsten NATO-Gipfel in Ankara teilgenommen hatten, vom türkischen Präsidenten einen personalisierten Revolver sowie sechs Patronen als Erinnerung an das Treffen erhalten. Das berichtet „De Morgen“ am Donnerstag. Die Information wurde vom Kabinett des belgischen Premierministers bestätigt.
Die reichen Länder haben den tatsächlichen Wert ihrer Klimafinanzierung für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen im Jahr 2024 um rund 100 Milliarden Dollar zu hoch angegeben. Das erklärte Oxfam am Donnerstag. Nach Einschätzung der Organisation entsprechen die gemeldeten 136,7 Milliarden Dollar in Wirklichkeit nur einem tatsächlichen finanziellen Beitrag von 33 bis 45 Milliarden Dollar.
Trotz Kritik an der „Chatkontrolle“ von Datenschützern könnte die Möglichkeit, private Chats auf kinderpornografisches Material zu scannen, zurückkommen. Was dürften Whatsapp und Co. dann wieder?
Die sozialistische Gewerkschaft FGTB fordert die Föderalregierung auf, den Gesetzentwurf zu den umstrittenen Wohnungsbetretungen im Migrationsbereich noch einmal grundlegend zu überdenken. Die Organisation spricht von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Grundrechte“ und warnt vor einem gefährlichen Präzedenzfall für den Rechtsstaat.
Die Zahl der belgischen Haushalte, die sich den Kauf eines neuen Hauses oder einer neuen Wohnung leisten können, ist im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken. Das geht aus dem jüngsten Neubau-Barometer hervor, das der Quartiersentwickler Matexi und die Immobiliendatenplattform Realo am Donnerstag veröffentlicht haben. Steigende Hypothekenzinsen und die Inflation belasten weiterhin die Kaufkraft der Haushalte. Zugleich legten die Preise im zweiten Quartal leicht zu.
Wenn Belgien am Freitagabend in Los Angeles auf Europameister Spanien trifft, werden viele Fans und Leser unweigerlich an den Sommer 1986 zurückdenken. Damals rangen die Roten Teufel den Gegner in einem packenden Viertelfinale nieder und jubelten nach einem 5:4 im Elfmeterschießen über den ersten Einzug in ein WM-Halbfinale.
Belgien gegen Spanien: Vor dem WM-Knaller heute Abend (21 Uhr) werden auch bei Jean-Marie Pfaff viele Erinnerungen wach. Beim legendären Viertelfinale der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko trug der ehemalige Welttorhüter die Roten Teufel mit einem gehaltenen Elfmeter ins Halbfinale. „Das vergisst man nie“, erzählt er 40 Jahre später.
Vier von zehn Unternehmen in Belgien sehen sich außerstande, langzeiterkrankte Mitarbeiter mit angepasster Arbeit wieder in den Betrieb einzugliedern. Das geht aus der zweijährlichen Fehlzeitenstudie des Präventions- und Arbeitswohlfahrtsdienstes Mensura hervor. Die Ergebnisse zeigen, wie groß die Herausforderungen bei der Rückkehr von Langzeitkranken in den Beruf weiterhin sind.
Der Flughafen Liège Airport hat auch im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Wachstum verzeichnet. Die Zahl der Flugbewegungen von Frachflugzeugen stieg um 3,3 Prozent, während das Frachtvolumen um 11,3 Prozent zunahm.
Mehr als 50 Jahre nach ihrem Tod ist der Name Maria Hasemeier-Eulenbruch selbst in Ostbelgien kaum noch jemandem bekannt. Dabei war die Keramikerin eine Künstlerin von nationalem, wenn nicht internationalem Rang. Ein neues Buch aus dem Grenz-Echo Verlag will das ändern. Auf 512 Seiten zeichnen Ralph Mennicken und Elmar Maria Robert ihr Leben und Werk nach und legen erstmals ein umfassendes Werkverzeichnis vor.