Hinter diesen Zahlen verbergen sich jedoch zwei unterschiedliche Entwicklungen. Die klassische Zeitarbeit, die seit 2022 rückläufig ist, setzte ihren Abwärtstrend auch 2025 fort. Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl der beschäftigten Zeitarbeiter um 2,8 Prozent, die Zahl der Zeitarbeitsaufträge um 4,6 Prozent und das Arbeitsvolumen in Vollzeitäquivalenten um 1,7 Prozent. Nur die Lohnsumme stieg im betrachteten Zeitraum um 1,6 Prozent. Nach Einschätzung des LSS weisen diese Zahlen auf eine weitere Verlangsamung des Arbeitsmarkts hin.
Die spezielle Zeitarbeit entwickelte sich dagegen in die entgegengesetzte Richtung. 2025 stiegen dort die Zahl der beschäftigten Zeitarbeiter um 18,2 Prozent, die Zahl der Aufträge um 16,4 Prozent, das Arbeitsvolumen in Vollzeitäquivalenten um 22,4 Prozent und die Lohnsumme um 26,6 Prozent. Das LSS erklärt diese Entwicklung mit einer starken Zunahme der Flexi-Jobs, die von Zeitarbeitsagenturen angeboten werden.
Das LSS stellt zudem fest, dass die klassische Zeitarbeit weiterhin stark auf Arbeiter konzentriert ist. Diese machen mit Abstand den größten Teil des Arbeitsvolumens aus. 2025 stieg das Arbeitsvolumen der Arbeiter im Vergleich zu 2024 leicht an, während jenes der Angestellten deutlich zurückging.
Bei den Arbeitern bleiben Männer klar in der Mehrheit, ihr Arbeitsvolumen nimmt weiter zu. Bei den Angestellten ist die Verteilung zwischen Männern und Frauen ausgeglichener. Das Arbeitsvolumen ging dort 2025 jedoch bei beiden Gruppen zurück. (belga/rt)

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