Laut Oxfam greifen die reichen Länder vor allem auf Kredite statt auf Zuschüsse zurück. Von den 106 Milliarden Dollar an gemeldeten öffentlichen Klimahilfen seien 69 Milliarden Dollar, also fast zwei Drittel, als Kredite vergeben worden. Ein erheblicher Teil davon sei zu marktüblichen Bedingungen gewährt worden. Das trage dazu bei, die Schuldenlast der Länder des Globalen Südens weiter zu erhöhen, so die Nichtregierungsorganisation.
Die Analyse stützt sich auf eine Methode, bei der nicht der Nominalwert von Krediten und anderen Finanzinstrumenten bewertet wird, sondern ihr sogenanntes Zuschussäquivalent. Oxfam ist der Ansicht, dass dieser Ansatz die tatsächliche Unterstützung der reichen Länder im Kampf gegen den Klimawandel besser widerspiegelt.
Die Organisation weist zudem darauf hin, dass 2024 nur 15 bis 18 Milliarden Dollar für die Anpassung an den Klimawandel aufgewendet worden seien. Die Veröffentlichung erfolgt wenige Wochen nach den Klimaverhandlungen in Bonn. Dort hatten die reichen Länder es abgelehnt, ihre bei der COP30 in Belém in Brasilien eingegangene Verpflichtung zu verstärken, die Finanzierung für Anpassungsmaßnahmen bis 2035 zu verdreifachen. (belga/rt)

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