Neubauten in Belgien werden für Haushalte immer unerschwinglicher

<p>Neue Häuser und Wohnungen bleiben für viele Haushalte in Belgien kaum erschwinglich.</p>
Neue Häuser und Wohnungen bleiben für viele Haushalte in Belgien kaum erschwinglich. | Illustrationsbild: dpa

Die Preise für neue Wohnungen mit zwei Schlafzimmern stiegen im Jahresvergleich um 1,36 Prozent auf durchschnittlich 323.842 Euro. Getragen wurde der Anstieg vor allem von Flandern, wo die Preise um 1,89 Prozent auf 340.450 Euro zulegten. In Brüssel betrug der Anstieg 0,22 Prozent, dort lag der Durchschnittspreis bei 403.050 Euro. In der Wallonie gingen die Preise erstmals leicht zurück, um 0,22 Prozent auf durchschnittlich 282.774 Euro.

Die Preise für neue Häuser stiegen binnen eines Jahres um 2,57 Prozent. Für ein Haus mit drei Fassaden, drei Schlafzimmern und Garten müssen Käufer im Schnitt 403.360 Euro zahlen. In Flandern lag der Anstieg bei 2,88 Prozent, der Durchschnittspreis betrug 442.289 Euro. Im Süden des Landes kostete ein solches Haus durchschnittlich 350.920 Euro, ein Plus von 1,11 Prozent. In Brüssel gab es nicht genügend Transaktionen dieser Art, um einen Durchschnittspreis zu berechnen.

Nach Angaben von Matexi und Realo können sich nur noch rund 1,88 Prozent der belgischen Haushalte ein neues Haus leisten. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,99 Prozent. Bei neuen Wohnungen liegt der Anteil bei 3,44 Prozent, gegenüber 3,81 Prozent im Vorjahr.

Die jüngste Erhöhung der Hypothekenzinsen spielt nach Einschätzung der beiden Unternehmen eine entscheidende Rolle für die Nachfrage auf dem Neubau-Immobilienmarkt. Infolge des Krieges im Iran und der Schließung der Straße von Hormus seien die Energiepreise gestiegen. Dadurch hätten sich die Inflationsspannungen verschärft, was wiederum die langfristigen Zinsen und damit auch die Hypothekenzinsen nach oben gedrückt habe. Die Kreditfähigkeit der Haushalte sei dadurch weiter gesunken.

Auf der Angebotsseite steigen die Baukosten weiterhin in hohem Tempo. Diese Entwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Das setzt die Margen der Projektentwickler zusätzlich unter Druck und könnte nach Einschätzung von Matexi und Realo das künftige Angebot neuer Projekte bremsen. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment