Die Untersuchung wurde bei den leitenden Krankenpflegern von 66 Pflegeheimen durchgeführt. Sie deckt 56 Prozent der Einrichtungen und 55 Prozent der belegten Betten in der Region Brüssel ab und vermittelt damit ein repräsentatives Bild des Sektors.
Den Ergebnissen zufolge leiden 38 Prozent der Bewohner an einer schweren neurokognitiven Störung wie Demenz. 33 Prozent weisen eine psychische Vulnerabilität auf. Behinderungen betreffen 19 Prozent der Bewohner, Abhängigkeitsprobleme 13 Prozent. Mehr als ein Drittel der Bewohner vereint mehrere Pflege- und Begleitprobleme. Bei den unter 60-Jährigen weist fast die Hälfte mindestens zwei komplexe Bedürfnisse gleichzeitig auf.
„Pflegeheime betreuen heute Bewohner mit sehr unterschiedlichen und oft komplexen Pflege- und Begleitbedürfnissen“, betont Iriscare-Generaldirektorin Tania Dekens.
Nach Einschätzung von Iriscare geht diese Entwicklung über die rein medizinische Versorgung hinaus. Die Einrichtung plädiert für einen stärker multidisziplinären Ansatz, der Fachwissen in psychischer Gesundheit, Begleitung von Menschen mit Behinderung und Altenpflege miteinander verbindet. So könne besser auf die Bedürfnisse der Bewohner eingegangen und die dem Sektor zugewiesenen Mittel angepasst werden. (belga/rt)

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