Ob Wörter einen Eintrag in den Duden bekommen, darüber entscheidet eine Redaktion. In der Corona-Krise gibt es einige neue Kandidaten. Andere Begriffe mit Hochkonjunktur zurzeit stehen schon drin.
Von der Tigerattacke in Las Vegas hatte sich Roy Horn nie richtig erholt. Der grausige Bühnen-Vorfall im Jahr 2003 hatte die Traumkarriere des Magierduos „Siegfried & Roy“ jäh beendet. Nun ist Horn mit 75 Jahren infolge von Covid-19 gestorben.
Seit Freitag werden auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Infektionswege nachverfolgt und mehr Coronavirus-Tests durchgeführt. Das erklärte Ziel: frühzeitig infizierte Personen identifizieren und die Ausbreitung der Pandemie gezielt unterbinden. Ob das System sich bewährt, wird man erst in Wochen wissen. Der Erfolg hängt weitgehend von den Bürgern ab.
Boris Johnson, der wohl bekannteste, genese Covid-19-Patient Großbritanniens, nannte das Coronavirus „einen gemeinen Straßenräuber“. Und genau so muss es auch Edgar Groteclaes vorgekommen sein, als ihn die Lungenkrankheit unerwartet überfiel. Sie kam aus dem Nichts, erwischte ihn völlig ahnungslos und streckte ihn nieder.
Politiker sind im Moment nicht zu beneiden. In der Coronakrise wird das Abwägen zwischen notwendigen Einschnitten und vielfältigen Interessen zu einem schmerzhaften Spagat. Die Kritik aus der Bevölkerung nimmt zu. Im Interview mahnt Christian Krings zu einem „offenen Diskurs“.
„Langsam drehen sich die Räder wieder“, freut sich Bernhard Mühlner, Chef des Rennstalls Mühlner Motorsport in Spa-Francorchamps. Dem gegenüber gibt sich die Leitung der Rennstrecke betont zurückhaltend: „Wann es hier tatsächlich wieder losgehen wird, lässt sich derzeit leider nicht mit Bestimmtheit sagen.“
Es droht ein beispielloser Paukenschlag im Amateurfußball. Mehrere Vereine (hauptsächlich aus Flandern) sind mit der Handhabung des Saisonabbruchs alles andere als zufrieden und haben einen Anwalt eingeschaltet. Am 26. Mai werden sie vor dem belgischen Sportgerichthof CBAS vorstellig und könnten eine komplette Annullierung der Saison 2019/2020 erzwingen – ohne Auf- und Absteiger von der 1. Division Amateure bis hinunter zur 4. Provinzklasse.
Auch in Nordrhein-Westfalen werden derzeit viele Corona-Beschränkungen gelockert. Weil in einer Fleischfabrik in Coesfeld aber viele Arbeitnehmer positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, hat das Folgen für Betrieb, Branche und Region.
Seit gestern wird auch in Ostbelgien das sogenannte Tracing praktiziert. Damit versucht man, neue Infektionsherde frühzeitig im Keim zu ersticken. Damit die Strategie aufgeht, muss man verdächtige Personen testen. Im DG-Ministerium stellten die Akteure am Freitag gemeinsam Tracing und Testing vor.
Für das Eupener Postgebäude an der Schulstraße sucht Bpost einen neuen Besitzer, darauf weisen Schilder an der Front der Immobilie hin. Keine Frage, das Objekt in bester städtischer Lage dürfte einige Interessenten auf den Plan rufen. Das DG-Ministerium, gehört allerdings nicht dazu, versichert dessen Generalsekretär Norbert Heukemes dem GrenzEcho.
Vor zwei Wochen wurde es von der DG-Regierung angekündigt, nun wurde die Aktion durch die Gemeindeverwaltungen in die Tat umgesetzt: Jeder der knapp 68.000 in der Gemeinschaft ansässigen Ostbelgier ab zwölf Jahren erhielt seine zwei kostenlosen Masken. Während in den anderen Eifelgemeinden die „Community-Masken“ von Tür-zu-Tür verteilt wurden, mussten sich die Einwohner der Gemeinde St.Vith am Freitag zum nächstgelegenen Verteilerzentrum begeben.
Am Sonntag tritt die Vier-Personen-Regel für private Besuche in Kraft. Die föderalen Sprecher für Covid-19, Steven Van Gucht und Yves Van Laethem, empfehlen, vier Personen aus ein und demselben Haushalt zu besuchen beziehungsweise zu empfangen.
104 Rennen in nicht viel weniger Tagen – der Radsportkalender droht zu platzen. Profis wie Remco Evenepoel befinden sich nun in der Zwickmühle und müssen sich für Rennen entscheiden, andere wiederum auslassen.
Der Zweite Weltkrieg beeinflusst immer noch das Wahlverhalten eines Teils der flämischen Bevölkerung. Dies geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie hervor, die von Wissenschaftlern der Universität Neu-Löwen (UCLouvain) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Löwen (KULeuven), Gent (UGent) und Brüssel (ULB) durchgeführt wurde.
Immer mehr Belgier entscheiden sich während der Coronakrise für nachhaltige Lebensmittel und geben an, dass sie dies auch danach tun wollen. Dies zeigt eine Umfrage von Fairtrade Belgien.