Am Tag drei nach den verheerenden Fluten im Westen Deutschlands steigt die Zahl der Toten weiter. Bundespräsident Steinmeier kommt ins Katastrophengebiet, um sich ein Bild zu machen. Auch die Kanzlerin hat sich angekündigt.
Die Präsidentin des ÖSHZ Eupen, Martine Engels, ist von der Solidarität der Eupener Bürger überwältigt. Zahlreiche Sachspenden seien bei den Auffangzentren und beim Roten Kreuz bisher eingegangen, hieß es in einer Mitteilung.
Langsam ziehen sich die Wassermassen zurück, am Wochenende soll sich die Sonne wieder zeigen. Strahlen wird deswegen in Ostbelgien kaum jemand. Zu schlimm waren die Ereignisse der letzten Tage. Die Gemeinden und Versorger bringen die Infrastruktur wieder auf Vordermann. Vielerorts haben die Menschen damit begonnen, die Städte und Dörfer, Häuser und Hallen von Schutt und Dreck zu befreien. Jede Hand ist willkommen - und es sind viele da. Jede Hilfe, ist willkommen: Sie wird in vielseitiger Weise angeboten. Es bleibt dennoch wie ein Erwachen nach einem Alptraum: Ostbelgien berappelt sich. Nach der Flutwelle kommt die Welle der Solidarität.
Bei der Reform des Zivilschutzes seien „Fehler“ gemacht worden. Das sagte der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo (PS) am Freitag im RTBF-Rundfunk. Ihm zufolge verhinderte der Mangel an geeigneter Ausrüstung, dass Menschen aus ihren Häusern gerettet werden konnten. Die im Jahr 2017 vom damaligen Innenminister Jan Jambon (N-VA) initiierte Reform hatte weniger Kasernen und zielgerichtetere Aufgaben für den Zivilschutz zur Folge.
Nach Angaben der belgischen Versicherer ist es noch viel zu früh, um abzuschätzen, wie viel die Folgen der Unwetterkatastrophe im Osten und Südosten des Landes kosten werden. So viel ist sicher: Der verursachte Schaden ist einer der größten der letzten Jahre.
Eine Öcher Institution ist das Seifenkistenrennen, das am 8. August wieder auf dem Branderhofer Weg in Aachen stattfindet. Auch Kinder aus Ostbelgien sind eingeladen, eine Kiste zu bauen und sich einen Preis abzuholen.
Die Stadt Eupen gab in einer Pressemitteilung Regelungen in Bezug auf die Entsorgung von Müll und Sperrmüll für die vom Hochwasser Betroffenen bekannt.
Seit Donnerstag wird die Flutopferhilfe in den zahlreichen von der Unwetterkatastrophe betroffenen Gebieten föderal vom Krisenzentrum aus geleitet und koordiniert. Vor diesem Hintergrund gaben Premierminister Alexander De Croo (Open VLD), Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) und die regionalen Ministerpräsidenten Jan Jambon (N-VA, Flandern) und Elio Di Rupo (PS, Wallonische Region) am Freitagnachmittag eine Pressekonferenz, um über den Stand der Dinge an der Hochwasserfront zu informieren, sich bei allen Rettungsdiensten für ihren Einsatz unter extrem schwierigen Bedingungen zu bedanken und insbesondere die große Solidarität unter den Bürger hervorzuheben.
Im Sog der Affäre Jürgen Conings rollen nun doch Köpfe bei der Armee. Generalmajor Philippe Boucké wird als Leiter des militärischen Nachrichtendienstes SGRS abgelöst durch Vizeadmiral Wim Robberecht. Dies gab Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) am Freitag bekannt.
Kalle Rovanperä (Toyota) dominiert die erste Tagesetappe der Rallye Estland. Thierry Neuville (Hyundai) ist vorerst Dritter. Dagegen ist sein Teamkollege Ott Tänak bei seinem Heimspiel ausgeschieden.
Im Vergleich zur Unter- ist die Eupener Oberstadt mit einem blauen Auge davon gekommen. In der Innenstadt wird nach dem heftigen Unwetter aufgeräumt und sauber gemacht. Die ersten öffnen ihre Geschäfte und Cafés bereits wieder. „Wir hatten ein Riesenglück“, ist Pia Fock, Geschäftsfrau, dankbar und erleichtert. Die Solidarität sei enorm.
In der Eupener Unterstadt beginnen die Aufräumarbeiten. An manchen Ecken sah es am zweiten Tag nach der Flutkatastrophe bereits wieder halbwegs geordnet aus, an anderer Stelle ist man vom Normalzustand noch Meilenweit entfernt. Bürgermeisterin Claudia Niessen warnt allerdings: „Die Gefahr ist nicht gebannt, nur weil der Dreck weg ist.“ Sie ruft weiterhin zu Vorsicht auf.
„Probesitzen im neuen Saal Jaspesch in Mürringen, geht das? Ja, das geht am Tag der offenen Baustelle.“ Auf diese Weise lädt die VoG Dorftreff alle Interessierte am Sonntag, 25. Juli ein. Der Rohbau steht, nach dem Urlaub im Baugewerbe geht es weiter. Es bleibt das große Ziel, Karneval im neuen Saal feiern zu können.
In einer Sondersitzung hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft am Freitag ergänzend zu den Hilfsleistungen auf föderaler und wallonischer Ebene die Bereitstellung eines Finanzpakets im Umfang von 15 Millionen Euro beschlossen. Das Geld soll den Gemeinden und Öffentlichen Sozialhilfezentren bei der Bewältigung der Folgen der Hochwasser-Katastrophe helfen.
Auf dem Gebiet der Gemeinde St.Vith wurde weniger das öffentliche Eigentum, dafür umso mehr Privatbesitz durch die beispiellose Flutwelle in der Nacht zum Donnerstag in Mitleidenschaft gezogen.
Am Tag nach dem Hochwasser war bei Burg-Reulands Bürgermeister Marion Dhur die Erleichterung groß, dass bei bei dieser beispiellosen Flut keine Menschen aus ihrer Gemeinde zu Schaden gekommen sind. Nicht minder groß ist aber auch die Sorge, dass die Endabrechnung für die Gemeinde gesalzen ausfallen könnte.
Der Wechsel von Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln zum VfL Wolfsburg ist fix: Der 22 Jahre alte Nationalspieler unterschreibt in der Autostadt einen Fünf-Jahres-Vertrag. Das bestätigten beide Klubs am Freitagnachmittag.
Matej Mohoric (Bahrain-Victorious) hat am Freitag bei der 19. Etappe der 108. Tour de France seinen zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Grande Boucle gefeiert.
Er ist der einzige aktive Nationalspieler seines Landes mit noch mehr bestrittenen Länderspielen als Zlatan Ibrahimovic: Schwedens EM-Kapitän Sebastian Larsson hat seinen Rückzug aus der Fußball-Nationalmannschaft angekündigt. Nach 13 Jahren mit 133 A-Länderspielen und fünf Teilnahmen an Europa- und Weltmeisterschaften ist Schluss, wie der 36-Jährige am Freitag auf Instagram bekanntgab.