ÖSHZ Eupen koordiniert Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen – Premier besucht heute Eupen

<p>Foto: David Hagemann</p>
Foto: David Hagemann

„Logistisch stoßen die Organisationen an ihre Grenzen, da das Material sortiert werden muss. An Platz mangelt es sicher nicht, aber es ist wichtig, die Hilfen zu zentralisieren und gut zu koordinieren. Die Bürger sollen bitte keine Sachspenden mehr zu den Zentren oder zum Roten Kreuz bringen. Deswegen bittet das ÖSHZ darum Sachspenden oder Angebote für Notunterkünfte ausschließlich dem ÖSHZ zu melden auf www.oshz-eupen.be“, teilt das ÖSHZ Eupen mit. Dort gebe es entsprechende Formulare, die ausgefüllt werden sollen. Das ÖSHZ meldet sich dann bei Bedarf bei den Spendern oder den freiwilligen Helfern. Auch die Unterkünfte würden über diesen Weg zentralisiert, hieß es.

Das ÖSHZ Eupen arbeitet mit zahlreichen Organisationen und Behörden, insbesondere den ÖSHZ des Nordens und dem Roten Kreuz zusammen. Das Gefühl der Solidarität und des Zusammenhalts ist sehr motivierend. Das Auffangzentrum in Kettenis konnte am Freitag geschlossen werden. Das Zentrum bleibt jedoch im „Stand-by-Modus“. Die betroffenen Bürger sind momentan im Kloster Heidberg sowie im Internat des ZFP untergebracht. Das Zentrum im ZFP ist unter der Nummer 0492/25 58 17 erreichbar. Das ÖSHZ Eupen wird an diesem Wochenende geöffnet sein und Menschen, die Hilfe brauchen oder Fragen haben, können sich an das ÖSHZ in Eupen im Limburger Weg 5 melden oder anrufen 087/63 89 50.

„Das ÖSHZ arbeitet weiter mit Hochdruck an der Vermittlung von Wohnungen für die Mitbürger, die erstmals nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Auch hier wird bedarfsorientiert gearbeitet. Die Menschen werden in geeignete Wohnungen vermittelt. Die ersten Wohnungen sind bereits bezogen und viele werden nächste Woche bezogen“, teilte das ÖSHZ Eupen weiter mit. Wer eine Wohnung oder Zimmer anzubieten hat, kann das auch gerne per Formular auf www.oshz-eupen.be melden. Das ÖSHZ Eupen hat auch einen entsprechenden Vertrag für die Wohnungsgeber vorbereitet. Bei Fragen können die Bürgerinnen und Bürger sich an das ÖSHZ Eupen wenden.

Das ÖSHZ Eupen hat ein Spendenkonto für alle Betroffenen eröffnet:

ÖSHZ Eupen

IBAN BE90 0910 1653 8832

BIC: GKCCBEBB

Spenden ab 40 Euro sind steuerlich absetzbar. Spendenbescheinigungen für 2021 werden Ende Februar 2022 zugesinfolge der Hochwasser-Katastrophe, die auch Ostbelgien heimgesucht hat, wird Premierminister Alexander De Croo am morgigen Samstag Eupen besuchen, um sich ein persönliches Bild der Lage zu machen.

Unterdessen teilte die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit, dass Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) am Samstag in Eupen zu Gast sei, um sich selbst ein Bild zu machen. Der Premier werde in Begleitung von Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) nach eigener Aussage mit betroffenen Anwohnern, Helfern und Gemeindevertretern sprechen, „um sie zu ermutigen und ihnen die Unterstützung der Föderalregierung zuzusichern“, hieß es. De Croo wird um 14 Uhr in Eupen erwartet. Er macht sich im Laufe des Tages auch an anderen Unglücksorten ein Bild, unter anderem in Pepinster und Maaseik. (red/sc)

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