Das Bangen und die kräftezehrende Brandbekämpfung seit Tagen und Nächten gehen weiter. Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien ist nicht weiter auf die deutsche Grenze vorgerückt, wie Monschaus Feuerwehr-Einsatzleiter Philipp Krüger schilderte. Die Lage ist also statisch, hat sich zumindest nicht verschlechtert.
Der Präsident der VoG „Les Amis de la Fagne“ (“Vennfreunde“), Jean Collard, zeigte sich am Montag „schockiert“ über das Ausmaß des Feuers im Hohen Venn. Ein großer Teil des Naturschutzgebiets ist von dem Brand betroffen.
Es ist normalerweise ein schönes Sommerfest mitten im August. Es strahlt Lebensfreude aus und duftet nach Heilkräutern: Mariä Himmelfahrt, wie es im Volksmund heißt. In diesem Jahr war es aber anders: Bei mehreren Marienfeiern war ein beißender Brandgeruch in der Luft wahrnehmbar, der das Atmen deutlich erschwerte. Die Feiern waren von einem ungewohnten Rauchschleier am Himmel begleitet.
Zwischen Feuerwehrfahrzeugen, Einsatzleitungen und den Spuren eines Brandes, der das Hohe Venn seit Tagen in Atem hält, hat sich König Philippe am Montag ein Bild von der Lage gemacht. Der Staatschef besuchte zunächst das provinziale Krisenzentrum in Vottem und anschließend das Koordinationszentrum in Sourbrodt. Dort traf er Einsatzkräfte, Verantwortliche der Hilfsdienste, Helfer und Bewohner.
Wo früher Schlagbäume, Passkontrollen und die Suche nach Schmuggelware den Alltag bestimmten, wurde nun ein Zeichen für Freundschaft und ein geeintes Europa gesetzt: Am alten Zollhaus in Lindscheid feierten Belgier und Deutsche gemeinsam die offenen Grenzen und das nachbarschaftliche Miteinander.
Während hunderte Einsatzkräfte rund um die Uhr gegen die Flammen kämpfen, versorgen Mitarbeiter des Kabelwerks sie Tag und Nacht mit Nachschub. Auf dem Firmengelände befindet sich die wichtigste Entnahmestelle von Wasser in der Unterstadt, das von hier aus per Lkw oder Traktor den Weg ins Hohe Venn findet. Zu Besuch an dem Ort, ohne den die Brandbekämpfung am Boden kaum möglich wäre.
Unser Land beteiligt sich gemeinsam mit zehn weiteren NATO-Staaten an einem Forschungsprogramm zur schnelleren und kostengünstigeren Abwehr von Drohnen und tieffliegenden Raketen. Wie die Zeitung „Het Laatste Nieuws“ berichtet, stellt das Verteidigungsministerium dafür in den kommenden drei Jahren gut 160.000 Euro bereit. Untersucht werden unter anderem Laser- und Mikrowellenwaffen sowie günstigere Abfangraketen.
Mehr als 3.000 Hektar Vegetation sind seit Freitagnachmittag in den Hohen Venn zerstört worden. Während die Einsatzkräfte gegen den Großbrand kämpfen, wächst die Kritik an fehlendem Personal und unzureichender Ausrüstung. Feuerwehrvertreter fordern mehr Mittel, Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) wirbt für neue Hubschrauber, Fachleute drängen auf bessere Prävention.
Das diesjährige Bikers Festival in Spa-Francorchamps hat sich umständehalber wegen außergewöhnlicher Ereignisse nur über einen statt der geplanten zwei Tage erstreckt: Es lockte aber am Samstag mit seinem Mix aus klassischer und moderner Motorradszene wieder viel Publikum an.
Der BVB investiert einen Teil der gesparten El-Mala-Millionen in Giannis Konstantelias. Der Transfer des griechischen Ex-Eupeners sorgt jedoch für Wirbel.
Zwei Tage lang sollte Herzebösch zum Treffpunkt der Sommerbiathlon-Szene werden. Sportlich lieferte die offene Belgische Meisterschaft reichlich Stoff – doch am Sonntag rückten Zeiten und Platzierungen in den Hintergrund. Der Vennbrand und die rapide schlechter werdende Luft beendeten das Programm vorzeitig.
Einen Monat, nachdem an der Eupener Moorenhöhe drei Ziegen als „Rasenmäher auf vier Beinen“ ihren Dienst angetreten haben, hat am Freitag auch der Eupener Ostpark tierische Unterstützung bei der Landschaftspflege erhalten.
Neben den Pilgern, die mit dem Bus oder dem eigenen Fahrzeug zur Marienfeier in Schönberg anreisen, machten sich auch zahlreiche Gläubige zu Fuß auf den Weg. Mit dabei waren erneut Albert Velz aus Mürringen und Bernard Roehl aus Hünningen.
Kevin Bastin aus Sourbrodt war seit Samstag von der Evakuierung betroffen. Im Gespräch mit dem GrenzEcho berichtet er von den kritischen Stunden, seiner Hilfe für Einsatzkräfte und dem Besuch von König Philippe. Hinweis: Das Interview wurde am Montagnachmittag geführt. Am Abend wurde mitgeteilt, dass die evakuierten Bewohner von Sourbrodt am Montagabend ab 20 Uhr wieder in ihre Häuser zurückkehren dürfen.
Singen unter der Dusche, im Auto oder leise zu Spotify? Der Männergesangverein Eifelklang möchte daraus mehr machen. Am Donnerstag, 3. September, startet der Chor ein offenes Chorprojekt für alle Männer, die Freude an Musik, Gesang, Gemeinschaft und Bühnenfeeling haben.
Nach der Basilika St.-Martin in Lüttich wird die Brüsseler Liebfrauenkirche am Sablon ab dem 12. September zur Kulisse für ein immersives Licht- und Klangerlebnis. Die rund 30-minütige Inszenierung „Genesis“ verbindet monumentale Projektionen mit klassischer Musik und zeitgenössischen Kompositionen.
Hersteller schotten nationale Märkte voneinander ab und verhindern günstigere Einkäufe im Ausland. Nach Berechnungen des Einzelhandelsverbands Comeos zahlen belgische Haushalte dadurch jährlich 825 Millionen Euro zu viel. Nun erwägt die EU neue Regeln, wie die Wirtschaftszeitung „L’Echo“ berichtet.
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben 33.653 Menschen ausländische Wurzeln oder Verbindungen. Das entspricht 42,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Besonders deutlich zeigt sich der internationale Charakter vor allem in Raeren und Kelmis. Das geht aus einer Auswertung des ostbelgischen Statistikportals Ostbelgien Statistik auf Grundlage der Daten des föderalen Statistikamts Statbel hervor.
Belgien bleibt weit von seinem Ziel entfernt, 80 Prozent der 20- bis 64-Jährigen in Arbeit zu bringen. Nach Prognosen des föderalen Planbüros soll die Beschäftigungsquote lediglich von 72,3 Prozent im Jahr 2024 auf 74,8 Prozent im Jahr 2031 steigen, berichtet die Zeitung „De Standaard“.
Der in Eupen lebende britische Songwriter Hugh Featherstone veröffentlicht sein Album „Landing" am Dienstag erstmals offiziell auf den gängigen Streamingdiensten.