Marienfeiern in der Eifel: Gebete und Dank für Rettungskräfte

Bei den Marienfeiern in der Eifel wurden besondere Gebete für die Feuerwehrleute, die Einsatzkräfte und die vielen Freiwilligen gesprochen, die gegen den verheerenden Brand im Hohen Venn und gegen Brände an anderen Orten kämpfen. Die Gebete richteten sich in erster Linie an die Einsatzkräfte, die gegen die Brände kämpfen. Ebenso wurde für die Anwohner gebetet, die ihre Häuser verlassen müssen oder deren Hab und Gut durch die Flammen bedroht ist.

Unter dem Leitfaden „Maria Schwester in Glaube und Leben!“ räumte Dechant Claude Theiss Vorurteile aus, da manche eine vorgefertigte Meinung und eine veraltete Frömmigkeit von Maria haben. Der 58-jährige Seelsorger zog Parallelen zwischen ihrer Zeit und der Gegenwart und beschrieb Maria als „Schwester im Glauben“, die Hoffnung schenkt, zur Handlung motiviert und gemeinsam mit Gott die Menschheit befreien will.

Zum 87. Mal zog Schönberg, das auch das „kleine Lourdes“ im Ourtal genannt wird, wieder viele Christen an. Die Ortschaft ist zwar eine der jüngsten Pilgerstätten Ostbelgiens, jedoch unbestritten die am meisten geschätzte unter ihnen, die sich zu einem wahrlich (eu-) regionalen Marienwallfahrtsort entwickelt hat.

Am Ende der 87. Marienfeier in Schönberg wurden am Nachmittag die Fußpilger gewürdigt, die seit 50 Jahren den Pilgerweg aus Mürringen, Hünningen, Honsfeld, Manderfeld und Herresbach nach Schönberg antreten. Aus den Händen von Dechant Claude Theiss und Rudi Kohnen erhielten die jeweiligen Pfarren, aus denen die Pilger stammen, eine besonders gestaltete Jubiläumskerze als Zeichen der Treue. Wegen des beißenden Brandgeruchs machten sich am Nachmittag nur wenige Gläubigen nach der Feier in der Kirche auf den Weg durch die ansprechende Kreuzweganlage. Als Organist begleitete Bernhard Theissen die Pilger an der Orgel, während Lothar Krämer und Christel Kohnen sie bei der Feier mit Impulsen und spirituelle Anregungen einstimmten.

Auch machten sich wieder mehrere Gruppen zum „Nengrefer Daach“ („Neundorfer Tag“, so die plattdeutsche Bezeichnung für Mariä Himmelfahrt) „per pedes“ auf dem Weg zur Kirche in Neundorf.

In Neundorf stellte am Nachmittag Pastor Batty Hack aus Oudler die Frau aus Nazaret im Gegenüber zur Himmelskönigin. „Im Gegensatz zu der jungen Frau, die Gottes Wirken erkennt, stellt die Königin eine unnahbare Darstellung dar.“ Jesus verweist auf Maria als Vorbild, denn die Größe liegt im Kleinen und in der Demut. Für den 68-jährigen Seelsorger besteht die Botschaft von Mariä Himmelfahrt darin, dass auch bei uns Wirklichkeit werde, was bei Maria möglich war.

„Ein bisschen mehr Dankbarkeit statt ständiger Unzufriedenheit“

Am Abend waren es wie immer die jüngsten Damen des Kgl. JGV „Fidelitas“ Neundorf, welche die geschmückte Muttergottesstatue unter der Führung von Josef Solheid trugen, während weitere Mitglieder des Junggesellenvereins die Marienfahne der marianischen Jungfrauenkongregation hielten. Unter den Klängen des Kgl. Musikvereins „Edelweiß“ Crombach unter der Leitung von Thomas Cremer
wünschte Kaplan Walter Heyen aus St.Vith den Gläubigen, ein bisschen mehr von der Freude Marias darüber, was Gott uns zutraut, anstatt ständig darüber zu klagen, was er uns zumutet. Ferner wünschte der 76-jährige Prediger ein bisschen mehr Dankbarkeit angesichts dessen, was Gott uns schenkt, statt unserer ständigen Unzufriedenheit. Der Gottesdienst wurde von dem 23-jährigen Marvin Schmitz aus Neundorf an der Orgel begleitet.

Auch in Montenau

wird die Tradition

des Marienfestes fortgeführt.

Seit vielen Jahrzehnten ist die Marienkapelle „Jungfrau der Armen“ in der Nähe des Klosters St. Raphael Montenau Anziehungspunkt für zahlreiche Pilger zu Mariä Himmelfahrt. Ende August 2018 haben die letzten drei Ordensleute das Kloster des Steyler Ordens verlassen. Die Kontaktgruppe Iveldingen-Montenau führt seitdem die Tradition des Marienfestes an der Kapelle fort. Während die Pfarre die Kapelle und die Anlage im Wald schmückt, spielte der Kgl. Musikverein „Einigkeit“ Montenau unter der Leitung von Stephan Mertes wie jedes Jahr während der abendlichen Feier.

Die Marienfeier mit anschließender Prozession stand diesmal unter dem Leitgedanken „Maria, Mutter der Barmherzigkeit“. Gott schaut nicht auf das, was in der Welt glänzt. Er schaut nicht auf Leistung und Perfektion, sondern auf das Herz, hob Maria Spoden von der Kontaktgruppe in ihrer fesselnden Ansprache hervor. In diesem Jahr kam der Erlös der Kollekte der Animationsgruppe des Seniorenheims Hof Bütgenbach zugute.

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