Bekanntester Marienwallfahrtsort in der Eifel ist heute unbestritten Schönberg, wo die Grotte mit dem Kalvarienberg Jahr für Jahr am 15. August das Ziel unzähliger Pilger ist. In diesem Jahr kommen zum 87.
Lokale Wallfahrten laden zur Besinnung ein
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Kommentare
Schade, dass die aufgeworfene Frage, welche Bedeutung Maria in… aufgeklärten Gesellschaften noch haben kann, hier nicht beantwortet wird.
Die Marienverehrung und die mit ihr verbundenen Marienerscheinungen dürfen, nein müssen m.M.n. jedoch hinterfragt werden. Vor allem, wie aus einer einfachen “historischen”, pardon biblischen Figur, über Jahrhunderte hinweg eine fast göttliche Kultgestalt wurde.
Über Maria selbst wissen wir (genau wie über Jesus) historisch so gut wie nichts. Aber mit Sicherheit hatte der Wanderprediger Jesus (Joshua, Jesaja, Isaja,…) eine Mutter, die keine Jungfrau war, sondern… eine junge Frau (Der Übersetzer hatte halt einen schlechten Tag oder spezielle Fantasien).
Einwände gegen den Marienkult lassen sich in drei Kernbereiche unterteilen: die Bibel, das gesellschaftliche Frauenbild und die Psychologie hinter den Wundern.
Aus theologischer Sicht fehlt der Marienfrömmigkeit schlicht das biblische Fundament. Das Neue Testament erwähnt Maria nur am Rande und ruft nirgends dazu auf, zu ihr zu beten. Für Kritiker – allen voran die Reformatoren des 16. Jahrhunderts – widerspricht die Rolle Marias als „Mittlerin“ dem Grundsatz, dass allein Jesus die Brücke zwischen Gott und den Menschen schlägt. Hier verschwimmt die Grenze zwischen dem Respekt vor einer Heiligen und der echten Anbetung, die doch eigentlich nur Gott zusteht, oder?
Diese Überhöhung wurde von der katholischen Kirche dogmengeschichtlich Schritt für Schritt ausgebaut, was die Spaltung zwischen den Konfessionen nur noch vertiefte. Nach dem frühen Titel „Gottesgebärerin“ (431 n. Chr.) folgten im 19. und 20. Jahrhundert die Dogmen zur „Unbefleckten Empfängnis“ (1854) und zur „leiblichen Aufnahme in den Himmel“ (1950).
Letztgenannte Lehrsätze wurden von Päpsten ohne biblische Belege mal einfach so verkündet und werden von unzähligen gläubigen Verehrern auch heute noch als bare Münze genommen und gefeiert.
Neben der Religion sind auch die gesellschaftlichen Aspekte kritikwürdig.
Das künstliche Ideal der „jungfräulichen Mutter“, die demütig und gehorsam schweigt, schafft ein völlig unrealistisches Frauenbild. Es diente über Jahrhunderte hinweg dazu, reale Frauen an unerreichbaren Maßstäben zu messen, patriarchale Machtstrukturen in der Kirche zu rechtfertigen und weibliche Selbstbestimmung zu unterdrücken.
Einen emotionalen Höhepunkt findet dieser Kult in den vermeintlichen Marienerscheinungen wie in Lourdes oder Fátima. Die Wissenschaft erklärt diese Visionen meist nüchtern: Es handelt sich meist um psychologische Phänomene wie Halluzinationen oder religiöse Autosuggestion bei Kindern oder Jugendlichen, die unter starkem sozialem Stress standen. Die darauffolgende Massenhysterie und der Sensationstourismus bedienen die menschliche Sehnsucht nach Wundern und kurbeln eine gigantische kommerzielle Maschinerie an. Zudem wurden solche Erscheinungen in Krisenzeiten fast immer kirchenpolitisch instrumentalisiert, sei es zur Demonstration von Macht z.B. gegen die moderne Wissenschaft oder als politisches Werkzeug z.B. gegen den Kommunismus.
In Polen erleben wir in diesen Tagen den… giganto-monumentalen Höhepunkt des Marienkultes, nachdem ein Unternehmerpaar im Dorf Konotopie eine sage und schreibe 55 Meter hohe Marienstatue für schlappe 24 Millonen € errichten ließ, während der Unternehmer zeitgleich die Entlassung von mehreren hundert Beschäftigten in einem seiner Unternehmen plant.
Noch Fragen?
Herr Leonard,
Sie stellen am Ende Ihres Dialog noch eins: Noch Fragen?
Ja ich habe da wirklich nich eine Frage.
Warum lassen Sie den Menschen nicht einfach Ihren Glauben, an Gott, Maria, an die Kirche oder anderweitiges.
Warum müssen Sie, bzw. Ihre beiden Spezies Herr Herzet und Herr Schleck den Menschen immer wieder Belehrungen machen, was in Bezug Glaube stimmt oder "in Ihren Augen" Quatsch ist.
Sie texten ja den Lesern auch jede Woche (Tag) mit Ihrem Glauben der erneuerbaren Ernergie, Klimawende und Trump zu und meinen dort allwissend und die einzigen zu sein, deren Meinung richtig ist und daher zählt.
Also, einfach wie gesagt den Menschen Ihren Glauben lassen und alle sind zufrieden.
Da ich eben anderen Ihre Meinung über jedes Thema überlasse, werde ich werder Ihnen noch Ihren beiden Spezies antworten, aud Antworten die sicher kommen weren, weil ich keine Grundsatzdiskussion starten will, sondern einfach an Verständnis für jeden "GLAUBE"
Soll ein jeder Mensch glauben, was er für nötig hält.
Glauben ist nicht Wissen, kein Mensch kann alles wissen, aber viele Menschen können alles glauben und interpretieren dies als Wissen. Solche Menschen sehen nur das, was sie glauben.
Ich glaube der katholischen Kirche nicht viel, und auch einem Dieter Leonard glaube ich nicht viel.
Wie schrieb der irische Schriftsteller George Bernard Shaw so treffend:
"Die Tatsache, dass ein Gläubiger glücklicher sein kann als ein Ungläubiger, ist nicht viel mehr als die Tatsache, dass ein besoffener Mensch glücklicher ist als ein nüchterner."
(„The fact that a believer is happier than a skeptic is no more to the point than the fact that a drunken man is happier than a sober one.“)
das englische "a skeptic" wird übersetzt mit Ungläubiger. Also: Ein Mensch, der nicht glaubt, ist ein skeptischer Mensch.
Ich wünsche einen erholsamen 15. August, auch denen, die glauben, sie müssten diesem Tag skeptisch gegenüber stehen.
;-)
Der Herr Förster, bisher nie durch Sachargumente in Erscheinung getreten, wirft den „Spezies“ (?!?) vor, „anderen ihren Glauben nehmen zu wollen“.
Schon oft gesagt, aber leider immer noch von manchen nicht verstanden: eine Diskussion lebt vom Austausch von auch kontroversen Argumenten.
Deshalb darf der Herr Leonard zu Recht die verschiedenen Aspekte der Marienverehrung hinterfragen, ohne dass ihm der Mund verboten werden dürfte.
Dass der Herr Förster sich einer solchen Diskussion entzieht, stellt ihm ein Armutszeugnis aus.
Die katholische Kirche selbst ist in Sachen Marienerscheinungen eher zurückhaltend, sie verpflichtet niemanden, an solche Erscheinungen zu „glauben“, im Gegensatz zu den beiden Mariendogmen von der Unbefleckten Empfängnis (von Maria durch ihre Mutter Anna) und von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, die von allen Katholiken bedingungslos zu glauben sind, bei Strafe der Exkommunikation.
Eine kleine Fußnote zu dem Skeptizismus, den der Herr Scholzen gegenüber der katholischen Kirche und … Herrn Leonard (man staune über die Gleichsetzung…) an den Tag legt:
Ja, man soll skeptisch sein und nicht ungeprüft alles übernehmen, was einem so serviert wird. Aber dann soll er so konsequent sein, diese Maxime auch auf sich selbst anzuwenden, etwa auf seine Behauptung, dass ein warmes Klima ein gutes Klima sei.
Und das in dem Moment, wo wir Fenster und Türen vor dem Rauch des Vennbrandes schließen, der uns jetzt erreicht.
Übrigens, was „wissen“ wir denn überhaupt aus eigener Erfahrung? Ist es nicht vielmehr so, dass wir unsere Erkenntnisse fast alle aus mehr oder weniger vertrauenswürdigen Quellen beziehen, denen wir also "glauben"?
BILD gegen DIE ZEIT?
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