Nach Angaben der Forstverwaltung ist das Feuer im Bereich des Forstamtes Malmedy ausgebrochen – an derselben Stelle, an der es bereits 2011 gebrannt hatte.
Noch ist unklar, ob es sich um einen einzelnen Brand oder um zwei verschiedene Brandherde handelt.
Die Hilfeleistungszone der Deutschsprachigen Gemeinschaft und die Hilfeleistungszone Vesdre-Hoëgne & Plateau (VHP) sind vor Ort im Einsatz und versuchen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Wegen der Lage wurde am Freitagnachmittag die provinziale Phase des Katastrophenplans ausgerufen.

Nach Angaben des Öffentlichen Dienstes der Wallonie (SPW) sind mittlerweile rund 80 Hektar Vegetation von den Flammen betroffen. Die Löscharbeiten werden durch die anhaltende Trockenheit, die hohen Temperaturen und den Wind erschwert. Das Feuer breitet sich weiter aus und entfernt sich zunehmend von den Wegen.
Sorgen bereitet dabei die Windrichtung. Der Wind könnte die Flammen weiter in das Venn hineintreiben. Gleichzeitig zieht der Rauch in südliche Richtung zur Eifel. Auch in Elsenborn ist bereits deutlicher Brandgeruch wahrnehmbar. Die Bevölkerung wird deshalb gebeten, die Fenster vorsorglich geschlossen zu halten.

Personen, die sich derzeit in dem betroffenen Gebiet aufhalten, werden aufgefordert, es so schnell wie möglich zu verlassen. Die Behörden bitten außerdem darum, das Gebiet nicht aus Neugier aufzusuchen. Die Zufahrtswege müssen für die Einsatzkräfte freigehalten werden.

Zur Beobachtung des Feuers werden Drohnen eingesetzt. Zudem sind Hubschrauber der Föderalen Polizei mit sogenannten „Bambi Buckets“, großen Löschwasserbehältern, unterwegs. Das erklärte die Bürgermeisterin von Baelen, Nathalie Thönnissen, die sich auf dem Weg zum Krisenzentrum in Vottem befindet.
Wegen des Brandes ist zudem die Vennstraße zwischen Sourbrodt und Eupen gesperrt.

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