Aktuell unterstützen 60 Brandschützer aus Monschau ihre Kollegen in Belgien, sie löschten dort mit Schläuchen. Das sei sehr kräftezehrend, das Personal müsse regelmäßig ausgetauscht werden, betonte Krüger. Eine Einsatzkraft aus Monschau sei mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen, berichtete der Leiter der Feuerwehr Monschau.
Monschauer Bürgermeisterin spricht von unveränderter Lage.
Am Morgen sei die Rauchbelastung in Teilen von Monschau sehr stark gewesen. Für Dienstag sind Krüger zufolge starke Winde, auch einzelne starke Böen aus Richtung Südwest vorhergesagt. Das sei eine „ganz neue Lage“, auf die man sich nun vorbereite.
Die Brandlage im Hohen Venn ist an der Grenze zu Deutschland nach Worten der Monschauer Bürgermeisterin Carmen Krämer (parteilos) unverändert. Deshalb könnten die am Sonntag evakuierten etwa 30 Einwohner aus Kalterherberg auch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, sagte Krämer bei einer Pressekonferenz. „Aktuell hat sich an der Lage, die wir seit gestern Abend haben, nichts geändert.“ Der Brand war zuletzt auf 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt.
Der Regen habe zwar „ein bisschen gutgetan, aber der hat natürlich nicht das Feuer gelöscht, dazu war es dann doch heute Morgen zu wenig“, meinte die Bürgermeisterin. Man tue alles dafür, dass niemand in Gefahr gerate.
Die Eifelstadt ist ein Touristenhotspot mit vielen Fachwerkhäusern und wird auch von ausländischen Gästen geschätzt.
Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu sind laut Verteidigungsministerium zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen. Belgiens König Philippe verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von den verheerenden Bränden im Naturschutzgebiet.
Im Hürtgenwald ist
die Lage weiter unter Kontrolle.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte eine bessere Unterstützung der Feuerwehr. „Es geht darum, die Arbeit der Feuerwehr bestmöglich finanziell und personell auszustatten“, sagte die Politikerin im Deutschlandfunk. Dazu gehöre eine gute Technologie wie etwa Drohnen zur Branderkennung. Aus Sicht der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft muss die Waldbrandbekämpfung angesichts der Klimaveränderungen dauerhaft einen höheren Stellenwert bekommen. Es gebe Verbesserungsbedarf in vielen Punkten, ein Gesamtkonzept sei nötig, mahnte die Gewerkschaft.
Dazu gehörten bedarfsgerechte Ausstattung, verbindliche Waldbrandmodule, verpflichtende Aus- und Fortbildung oder auch geeignete Schutzausrüstung.
Im Hürtgenwald, wo Ende vergangener Woche der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens entstanden war, stehen die Zeichen weiter auf Entspannung. „Die Lage im Hürtgenwald ist weiter unter Kontrolle“, sagte eine Sprecherin des Kreises Düren. Es gebe aber zahlreiche Glutnester.
Etwa 400 Einsatzkräfte seien in der Nacht im Hürtgenwald vor Ort gewesen. Tagsüber würden es voraussichtlich wieder doppelt so viele. Der Regen sei leider nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte die Sprecherin. „Aber wir nehmen alles, was wir kriegen können.“ (dpa/arco)

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