Priester sein oder Priester spielen?

Am 15. Juli verstarb mein Vater durch einen tragischen Sturz im Alter von 91 Jahren im Krankenhaus. Am gleichen Abend kontaktierten wir Dechant Claude Theiss. Dieser wünschte mir sein Beileid, er könne aber jetzt nicht vorbeischauen und, da er sein Buch nicht dabeihabe, würde er mich am folgenden Tag anrufen und dann gegen Abend vorbeischauen.

Am folgenden Tag kam keinerlei Nachricht, auch ging er bei unseren Anrufen nicht ans Telefon. Mein Vater, der sein Leben lang treu und redlich zur Sonntagsmesse und seinen Glauben lebte, war es in vier Tagen offensichtlich nicht wert, vom Priester (Claude Theiss) gesegnet zu werden. Pastor Heyen war leider in Urlaub, sodass wir ihn nicht rufen konnten. Claude Theiss betonte auch, es würden samstags keine Beerdigungen von Priestern vorgenommen. Tags drauf, an einem Samstag, nahm er persönlich die Beerdigung einer Frau aus dem Nachbarort vor. Dort, wo er meint sich profilieren zu müssen oder zu können, steht er also nicht zu seinem Wort und stellt sich an die erste Stelle. Das ist kein gelebtes Christsein. Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis höre ich nur Negatives zu seinem Verhalten. Dass viele Kirchenbänke leer bleiben und er seine Schäfchen vertreibt, liegt viel an ihm selbst. Danke Christel und Christian für eure wunderbare Abschiedsmesse, das war für uns überzeugender, als was Claude vermocht hätte, vielen Dank.

Christ sein , das bedeutet Christ leben und nicht mit zweierlei Maßen messen.

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Kommentare

  • Ich finde es bedenklich, dass das GrenzEcho einen solchen diffamierenden und z.T. auf Gerüchten basierenden Leserbrief veröffentlicht. Man kann zwar die Emotion und Enttäuschung der Schreiberin verstehen, doch geht sie mit diesem persönlichen Angriff und haltlosen Unterstellungen ("nicht wert, gesegnet zu werden") entschieden zu weit! Das GrenzEcho hat schon viel Harmloseres nicht veröffentlicht...

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