Stillen am Arbeitsplatz ist noch immer ein Tabu

<p>Stillen am Arbeitsplatz ist noch immer ein Tabu</p>

Der starke Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Mütter nach 15 oder 17 Wochen (bei Zwillingen) wieder ins Berufsleben einsteigen müssen. Am Arbeitsplatz ist das Stillen, beziehungsweise das Abpumpen, nach wie vor ein Tabuthema, schreibt das Sonntagsblatt „De Zondag“.

Wer sein Kind stillt, hat in Belgien Anrecht auf zusätzliche Pausen: eine halbe Stunde bei einem Stundenpensum von täglich vier Stunden und eine Stunde bei einem Arbeitstag von mindestens siebeneinhalb Stunden. Allerdings machen nur wenig Mütter von ihrem Recht Gebrauch. Im Jahr 2017 machten in Belgien nur 1.932 berufstätige Mütter Stillpausen – das sind weniger als zwei Prozent.

Grund dafür ist unter anderem, dass Mütter die Stillpausen bei ihrem Arbeitgeber beantragen müssen und dieser oft organisatorische Probleme befürchtet.

Martine Vandevenne von der Gender-Abteilung der FGTB plädiert daher für ein besser gestaltetes System für das Stillen am Arbeitsplatz. "Der Mutterschaftsurlaub in Belgien ist kurz und Frauen können sechs Wochen verlieren, wenn sie vor der Geburt krank werden.“ (belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment