Die Studie, über die die flämischen Zeitungen „De Standaard“ und „Het Nieuwsblad“ berichten, wurde von Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open Vld) in Auftrag gegeben. Die bei dieser Studie Befragten waren Teilnehmerinnen an dem Projekt „Geburt mit verkürztem Krankenhausaufenthalt“. Sie waren nach der Geburt nur zwei Tage in der Klinik verblieben und äußerten sich anschließend mehrheitlich positiv dazu. Die Pflegekräfte sind allerdings in ihrer Wertung des Projekts weniger positiv. Sie sehen in der kürzeren Pflegedauer und dem dadurch intensiveren Pflegebedarf eine Zunahme von Stress und Arbeitsbelastung.
Die Dauer des Krankenhausaufenthalts nach einer Entbindung ist in den letzten Jahren in unserem Land rückläufig. Sie lag 2017 bei durchschnittlich 3,1 Tagen, gegenüber 3,8 Tagen im Jahr 2013. Bei einem Kaiserschnitt lag der Krankenhausaufenthalt der Mütter 2017 bei 4,4 Tagen, gegenüber 5,4 Tagen im Jahr 2013.
Anlass der Studie des Gesundheitsministeriums ist die Tatsache, dass der Krankenhausaufenthalt nach einer Geburt in unserem Land vergleichsweise länger ist als in den Nachbarländern, wo die junge Mutter und das Kind die Klinik oft schon am Tag nach der Geburt verlassen.
Der Bericht beschließt mit der Schlussfolgerung, dass offenbar ein kürzerer Krankenhausaufenthalt keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Mutter oder des Neugeborenen habe. (belga)

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