Der Australier Nick Kyrgios hat zugegeben, Rafael Nadal bewusst „abgeschossen“ zu haben. Während des achten Spiels im dritten Satz der Zweitrundenpartie spielte das „enfant terrible“ eine unkontrollierte Vorhand mit voller Kraft auf den Körper seines Kontrahenten, der sich nur mit einem starken Reflex schützen konnte. „Ich habe auf ihn gezielt, ich wollte ihn voll auf die Brust treffen“, sagte Kyrgios nach seiner Viersatzniederlage gegen den Weltranglistenzweiten aus Spanien. Er habe zudem nicht vor, sich zu entschuldigen. NAdal habe genug geld verdient und Titel gewonnen, um einen Ball auf die Brust zu verkraften. „Wenn er den Ball so schlägt, ist es gefährlich. Nicht nur für mich, es ist gefährlich für einen Linienrichter oder das Publikum“, reagierte Nadal auf Kyrgios‘ Aussagen. „Ich bin auch Profi und weiß, dass, wenn man einen solchen Ball schlägt, er überall hingehen kann“, fügte der zweimalige Wimbledon-Sieger hinzu, der in der nächsten Runde auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga treffen wird.
Murray siegt bei Wimbledon-Comeback
Der zweimalige Olympiasieger Andy Murray ist bei seinem Wimbledon-Comeback im Doppel gemeinsam mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert in die zweite Runde eingezogen. Das Duo setzte sich gegen Marius Copil/Ugo Humbert (Rumänien/Frankreich) 4:6, 6:1, 6:4, 6:0 durch. In Runde zwei erwartet Murray/Herbert nun das an Nummer sechs gesetzte kroatische Doppel Nikola Mektic/Franko Skugor. Murray, der vor vier Monaten zum zweiten Mal an der Hüfte operiert worden war, ist erstmals seit 2005 im Doppel in Wimbledon am Start. Das Vorbereitungsturnier im Londoner Queens' Club hatte er gemeinsam mit dem Spanier Feliciano Lopez gewonnen. Letzterer konnte in Queens auch die Einzelkonkurrenz gewinnen.
Kerber und Schüttler ziehen Zwischenbilanz
Der Traum vom erneuten Wimbledonsieg platzte für Angelique Kerber bereits in Runde zwei. Nach einem Halbjahr voller Höhen und Tiefen steht nun auch die Zusammenarbeit mit Trainer Rainer Schüttler auf dem Prüfstand. Seit Ende letzten Jahres arbeiten Deutschlands beste Tennisspielerin und der ehemalige Australian-Open-Finalist Schüttler zusammen. Die Bilanz fällt bislang durchwachsen aus. „Es hätte besser, es hätte auch schlechter laufen können“, fasste Kerber ihre erste Saisonhälfte zusammen: „Momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Aber wenn ich auf das ganze halbe Jahr schaue, gab es gute und einige nicht so gute Momente.“ Kerber war spürbar bemüht, eine mögliche Trainerdiskussion im Keim zu ersticken. Scheitert schließlich auch das Experiment mit Schüttler, hätte sie sich schließlich in drei Jahren von drei Trainern getrennt. (dpa/sid/belga)

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