Wallerode
Wer sich am Wochenende vom 16. Juni auf dem Walleroder Kirmesgelände so umschaute, der staunte nicht schlecht. Ein ein ganzes Dorf pflegte über vier Tage mit einer echten Dorfkirmes eine wunderbare Tradition. Eröffnet wurde die Kirmes am Freitag mit dem Aufrichten des Kirmesbaums. Dieser wurde, nach alter Tradition, per Hand mit musikalischer Unterstützung des Musikvereins aufgerichtet. Der gelungene Kirmesauftakt wurde selbstverständlich bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Im sogenannten „Hammelsjaart“ konnte am frühen Samstagabend der Junggesellenverein die „Bestaaten“ mit 5:4 in einem packenden Fußballspiel vom Platz fegen. Mit DJ Gonzo und vor allem der eigens gegründeten Kirmesband Fun n‘Fair wurde das Festzelt zum Beben gebracht.
Der Sonntag stand völlig im Zeichen der Familie. Die Großen erfreuten sich der kulinarischen Genüsse in fester und flüssiger Form, während die Kleinen auf dem Kirmesgelände oder auf der Springburg toben konnten. Den ganzen Nachmittag über ließen die Organisatoren alte Kirmesklassiker, wie das „Glücksrad“ oder das „Aquariumspiel“ wieder neu aufleben. Eine Kirmesbude vermisste in dieser lustigen und geselligen Runde wirklich niemand.
Highlight des Sonntags war natürlich das traditionelle Gans- und Hahnenhauen. Hahnenkönig wurde, nach dem 38. Schlag, Florian Gangolf mit seiner Ehefrau Aline als Königin. Den Titel des Gänsekönigs, der unter den Junggesellen ausgetragen wird, sicherte sich mit dem 71. Schlag Pascal Seffer. Zur Königin erwählte er Angelina Dahmen. Nun konnte die Feier zur Musik von DJ Stereonight so richtig losgehen. Bis spät in die Nacht hinein feierten Jung und Alt gemeinsam ihre Kirmes.
Der letzte Tag der Kirmes startete mit einem durch den Junggesellenverein geplanten und umgesetzten Wortgottesdienst am Montagmorgen. Noch leicht müde, doch bestens gelaunt, zog der Junggesellenverein durchs Dorf und präsentierte die beiden Königspaare. Nachdem spätestens jetzt alle Dorfbewohner vom Schlaf erwachten, konnte das Festzelt ein letztes Mal bis auf den letzten Platz gefüllt werden, denn am Kirmesmontag fand das traditionelle „Gansessen“ statt. Die beiden organisierenden Vereine, Musik- und Junggesellenverein, hatten geladen und fast die gesamte Dorfbevölkerung war erschienen, um gemeinsam mit den Königspaaren das Festessen zu genießen. Nach einer „riesen Tombola“ konnte nun wieder bis ganz tief in die Nach gefeiert werden.
Wallerode hat wiedermal gezeigt was möglich ist, wenn ein ganzes Dorf zusammensteht und eine wunderbare Tradition zu pflegen und schätzen weiß. Spaß, Frohsinn und Geselligkeit waren der Kern einer Kirmes, die die anwesenden Dorfbewohner wohl nicht vergessen werden.

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