Was in der Randstad-Studie auffällt, ist, dass immer weniger Studenten ausschließlich in den Sommerferien jobben. Diese Gruppe macht nur noch 15 Prozent aus. Dennoch bleiben die Sommermonate eine sehr beliebte Zeit für Schüler und Studenten, um Geld zu verdienen. In diesem Zeitraum haben etwa 73 Prozent einen Job. Knapp ein Drittel von ihnen arbeitet länger als einen Monat.
58 Prozent der Studenten jobben sowohl während des Schuljahres als auch in den Sommermonaten. Die größte Zunahme der Werkstudenten ist in den kleineren Unternehmen zu verzeichnen. Sie haben erst vor Kurzem die Vorteile der Studentenarbeit entdeckt, heißt es bei Randstad. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass der Anstieg der Studentenarbeit nicht zu einem Rückgang ehrenamtlicher Tätigkeiten unter den Jugendlichen geführt hat. 34 Prozent geben an, dass sie irgendwo ehrenamtlich tätig sind. Unter den bezahlten Jobs ist der(die) Kassierer(in) am populärsten, gefolgt von Verwaltungsangestellten und Produktionsmitarbeitern. Die Studenten finden diese Tätigkeiten noch immer am häufigsten über ein Familienmitglied.
Das geschlechtsspezifische Lohngefälle für Werkstudenten in unserem Land scheint der Vergangenheit anzugehören. Laut Randstad haben Studentinnen und Studenten für ihren letzten Job den gleichen Stundenlohn (12,2 Euro) bekommen. Eine Premiere. Auf Jahresbasis gibt es jedoch noch einen Unterschied: Studenten verdienen nach eigenen Angaben etwa 2.600 Euro im Jahr, Studentinnen rund 400 Euro weniger.
Das neue Studentengesetz, das seit 2017 gilt und den Studenten mehr Flexibilität bei der Planung ihres Jobs gewährt, hat noch nicht die gewünschten Auswirkungen auf die Schwarzarbeit unter den Jugendlichen. 20 Prozent geben an, dass sie ohne Vertrag arbeiten, was ähnlich viel ist wie in den Vorjahren.
Auffällig ist auch, dass belgischen Studenten bei der Suche nach einer Tätigkeit selektiver werden. Bis zu 65 Prozent sagen, dass sie nicht bereit sind, gleich welchen Job anzunehmen. Wochenend- und Abendarbeit sind die größten Stolpersteine. (gz)

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