Gewöhnliche Briefe nur noch montags und mittwochs

<p>Der Briefträger kommt weiterhin täglich, gewöhnliche Briefpost wird jedoch nur noch zweimal wöchentlich zugestellt.</p>
Der Briefträger kommt weiterhin täglich, gewöhnliche Briefpost wird jedoch nur noch zweimal wöchentlich zugestellt. | Foto: Photo News

Geplant ist, dass „nicht dringende“ Briefe künftig nur noch montags und mittwochs zugestellt werden, so bpost-Geschäftsführer Koen Van Gerven in „De Ochtend“ auf Radio 1.

Bpost ergreift diese Maßnahme, weil die Popularität von Briefpost rapide abnimmt. Im Jahr 2011 wurden täglich 12 Millionen Briefe verschickt, im vergangenen Jahr waren es nur noch 7,7 Millionen. Außerdem erhält nur noch jeder zweite Haushalt täglich Post. „Während die Kosten der Runden bestehen bleiben“, sagt Van Gerven. Aktuell sind nur rund 20 Prozent der verkauften Briefmarken Priormarken.

Die Entscheidung, gewöhnliche Briefpost nicht mehr täglich zuzustellen, wurde bereits im Juli letzten Jahres getroffen. Die Maßnahme sollte ursprünglich 2021 in Kraft treten. Die Umsetzung wurde jedoch auf 2020 vorgezogen, da der Rückgang der Briefpost schneller als erwartet erfolgte. „Nichts zu tun bedeutet, dass die Gewinne langfristig verschwinden“, gibt Van Gerven zu bedenken.

Die neue Arbeitsweise wird im Sommer getestet: „Das werden die Kunden noch nicht bemerken. Es ist wirklich eine Studie hinter den Kulissen: Wie organisieren wir Runden und machen uns Gedanken darüber, wie wir welche Post bündeln“, heißt es seitens bpost.

Die Gewerkschaften werden das Pilotprojekt ganz genau beobachten: „Der Bürger muss weiterhin einen einfachen Zugang zu seiner Post haben. Und die Mitarbeiter dürfen ihr Statut nicht verlieren“, heißt es. (belga)

Kommentare

  • Irgendwann müssen wir, die Kunden, unsere Post selber abholen... Gott sei dank, bekommen wir 5x wöchentlich Werbung im Briefkasten geschmissen, egal ob ein "Aufkleber" angebracht ist oder nicht... Hauptsache die Päckchen und Pakete werden Pünktlich, rund um die Ihr, 7 Tage/Woche, beliefert...

  • Die Post presst seit 16 Jahren ihre Briefträger wie eine Zitrone aus. Jetzt kommt der nächste faule Trick, mit dem das Personal reduziert werden soll. Wobei dieser rein rechnerisch gar nicht funktionieren kann. Nach dieser Logik müssten die Briefträger montags und dienstags insgesamt 32 Millionen Briefe zustellen und an den anderen drei Tagen insgesamt 6 Millionen. So treibt man sein Personal in den Wahnsinn. Es wird also unweigerlich wieder wochenlang zum Streik kommen, bis die Direktion dann auch diese blödeste aller blödesten Ideen verwirft.

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